Rotbart-Korbmarante (Goeppertia rufibarba), ganze Pflanze

Rotbart-Korbmarante

Goeppertia rufibarba

Mittel · Etwas Erfahrung

Über Rotbart-Korbmarante

Die Rotbart-Korbmarante besticht durch ihre dramatisch strukturierten Blätter: Lange, wellenrandige Blätter erheben sich auf schlanken Stielen, ihre Oberseite ein tiefes Mattgrün, während die Unterseite unter einer feinen Haarschicht burgunderrot schimmert – das Merkmal, das der Art ihren Namen rufibarba, „roter Bart“, gibt. Beheimatet im feuchten Waldboden Ostbrasiliens, gedeiht sie im lichten Schatten und der hohen Luftfeuchtigkeit eines tropischen Unterwuchses. Wie andere Gebetspflanzen falten sich ihre Blätter jede Nacht rhythmisch zusammen, eine Bewegung, die man Nyktinastie nennt. Kompakt und horstbildend, eignet sie sich für eine schattige Fensterbank oder eine feuchte Badezimmerecke und belohnt gleichmäßige Feuchtigkeit und gefiltertes Licht mit üppigem, stets neu entfaltendem Wachstum.

  • schattentolerant
  • kompaktt
  • dauergrün
  • kastenfreundlich
WASSER
Regelmäßig
Oberste Schicht trocken
LICHT
Indirekt
Gefiltertes Licht

So pflegst du Rotbart-Korbmarante

Gießen

  • Frühlingalle 10 Tage
  • Sommeralle 7 Tage
  • Herbstalle 15 Tage
  • Winteralle 30 Tage

Erde · Feuchtigkeitsspeichernd

  • DeckschichtSphagnum-Moos10%
  • HauptmischungTorf + Kokosfaser 1:180%
  • DrainagePerlit / Kies10%

Gleichmäßig feucht halten – die Drainageschicht bleibt trotzdem wichtig.

DÜNGER

Grünpflanzendünger 24-8-16

Stickstoff steht vorn, damit die Pflanze ihre Kraft in dichtes grünes Wachstum steckt. Phosphor und Kalium folgen gerade so weit, dass Wurzeln und Triebe mithalten.

N50%P17%K33%
  • Stickstoff · Blätter
  • Phosphor · Wurzeln + Blüten
  • Kalium · Robustheit
  • Frühlingalle 30 Tage
  • Sommeralle 30 Tage
Gießerinnerungen für Rotbart-Korbmarante — kostenlos auf dem iPhoneIm App Store laden

Auf einen Blick

  • HeimischSüdamerika
  • Höhe2–3 ft (0.6–0.9 m)
  • Breite2–3 ft (0.6–0.9 m)
  • Laubfarbegrün, variiert
  • BodenMoist, gut durchlässig
  • StandorteInnen

Giftigkeit

Für Haustiere unbedenklich

Keine gemeldet

Not reported

EXPOSITION Kein Expositionsweg gemeldet.

WIRKUNG Keine toxische Wirkung gemeldet.

HINWEIS Für Menschen ist in diesem Katalog keine Toxizität gemeldet; dies ist kein Beleg dafür, dass die Pflanze essbar oder unbedenklich ist.

Safe

EXPOSITION Kein Expositionsweg gemeldet.

WIRKUNG Keine toxische Wirkung gemeldet.

HINWEIS Autoritative Quellen stufen diese Pflanze als für Hunde ungiftig ein; dies ist kein Beleg dafür, dass die Pflanze essbar ist.

Safe

EXPOSITION Kein Expositionsweg gemeldet.

WIRKUNG Keine toxische Wirkung gemeldet.

HINWEIS Autoritative Quellen stufen diese Pflanze als für Katzen ungiftig ein; dies ist kein Beleg dafür, dass die Pflanze essbar ist.

Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

VERBREITUNG

Rotbart-Korbmarante · Heimisch
  • Heimisch
  • Südamerika

Geschichte

Illustrierte historische Szene zu Rotbart-Korbmarante

Über mehr als anderthalb Jahrhunderte reiste diese Pflanze unter einem Namen um die Welt, der nicht mehr recht passte. Erstmals Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Atlantischen Regenwald Ostbrasiliens als Calathea rufibarba beschrieben, fand sie ihren Platz in Gewächshäusern und auf Fensterbänken rund um den Globus als eines der bekanntesten Mitglieder der Gebetspflanzenfamilie, bewundert für ihre gewellten, samtig unterlegten Blätter. Dann untersuchte 2012 ein Team von Botanikern unter der Leitung von Finn Borchsenius die DNA Hunderter Calathea-Exemplare und stellte fest, dass die Gattung in ihrer traditionellen Abgrenzung tatsächlich mehrere unterschiedliche Entwicklungslinien umfasste. Arten mit bestimmten Blüten- und Samenstrukturen, darunter rufibarba, wurden in eine wiederbelebte Gattung namens Goeppertia verschoben, benannt nach dem Botaniker und Paläobotaniker Heinrich Robert Goeppert aus dem 19. Jahrhundert. Über Nacht mussten Herbarienschilder und Pflanzenetiketten aktualisiert werden, wovon die Blätter selbst freilich nichts bemerkten. Was jeder Pflanzenfreund dagegen bemerkt, ist das nächtliche Ritual der Pflanze: Mit sinkendem Tageslicht heben sich die langen Blätter an ihren Stielen und falten sich nach oben, pressen sich zusammen wie ein Paar betende Hände, nur um sich am nächsten Morgen wieder flach zu entfalten und das Licht einzufangen. Diese Bewegung, Nyktinastie genannt, wird durch ein gelenkartiges Polster an der Basis jedes Blattes angetrieben und soll der Pflanze helfen, verfügbares Licht zu verfolgen oder nächtlichen Wasserverlust zu verringern. Für Sammler, die diese Pflanzen auf einer schattigen Fensterbank pflegen, ist diese stille abendliche Faltung ebenso Teil des Reizes geworden wie die rostrote Blattunterseite.

Symbolik & Bedeutung

Was sie symbolisiert

Das nächtliche Falten der Blätter der Rotbart-Korbmarante, die sich erheben und wie betende Hände zusammenpressen, hat die Gebetspflanzenfamilie seit jeher mit Hingabe und stiller Einkehr verbunden. Zimmerpflanzenliebhaber beschreiben das abendliche Beobachten dieser Bewegung oft als ein kleines, erdendes Ritual, eine Pause zum Tagesabschluss, die sich im gebräuchlichen Beinamen der gesamten Pflanzenfamilie widerspiegelt.

  • Gebet — Das nächtliche Aufwärtsfalten der Blätter, das betenden Händen ähnelt, symbolisiert stille Hingabe und tägliches Ritual.

Woher der Name kommt

Der Gattungsname Goeppertia ehrt den deutschen Botaniker und Paläobotaniker Heinrich Robert Goeppert (1800–1884), bekannt für seine Arbeiten zur Pflanzenklassifikation und fossilen Flora; die Gattung wurde 2012 durch eine molekulare Revision aus der älteren Gattung Calathea herausgelöst. Der Artname rufibarba verbindet das lateinische rufus, „rötlich“, mit barba, „Bart“, und beschreibt die feinen kupferroten Haare auf der Unterseite jedes Blattes.

Verwendung & Wissenswertes

  • Wird als Zimmerpflanze für ihr dramatisch strukturiertes, samtig unterlegtes Laub kultiviert.

Verwandte Pflanzen

Weitere Goeppertia-Pflanzen

Pflanzen mit ähnlicher Pflege

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich Rotbart-Korbmarante gießen?

Im Sommer etwa alle 7 Tage gießen, im Winter etwa alle 30 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.

Wie viel Licht braucht Rotbart-Korbmarante?

Indirekt: Gefiltertes Licht. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.

Ist Rotbart-Korbmarante giftig für Katzen oder Hunde?

Pets Safe (Dogs Safe · Cats Safe) Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

Ist Rotbart-Korbmarante leicht zu pflegen?

Sie ist mittel anspruchsvoll: eine gute Wahl mit etwas Erfahrung.

Kann man Rotbart-Korbmarante drinnen halten?

Ja, mit dem richtigen Licht gedeiht sie auch drinnen gut.

YardMate

Erkenne jede Pflanze in Sekunden

Mach ein Foto — YardMate benennt die Pflanze, diagnostiziert Probleme und erinnert dich ans Gießen.

Im App Store laden
YardMateErkennen · Diagnostizieren · Erinnern
Herunterladen