Gewöhnliches Ferkelkraut (Hypochaeris radicata), ganze Pflanze

Gewöhnliches Ferkelkraut

Hypochaeris radicata

Einfach · Anfängerfreundlich

Über Gewöhnliches Ferkelkraut

Gewöhnliches Ferkelkraut oder False Dandelion ist ein europäisches mehrjähriges Unkraut, das in Rasenflächen, Wiesen und Weiden der USA weit verbreitet ist und oft mit dem Löwenzahn verwechselt wird. Es bildet eine basale Rosette aus behaarten, gelappten Blättern mit drahtigen, verzweigten Blütenstängeln von 20 bis 60 cm Höhe und produziert von Frühling bis Herbst gelbe, löwenzahnartige Blüten. Ein aggressives Rasenunkraut, das besonders im pazifischen Nordwesten und in den Küstenregionen Kaliforniens problematisch ist.

  • dursttolerant
WASSER
Regelmäßig
Oberste Schicht trocken
LICHT
Volle Sonne
6+ Std. direkt
WINTERHART
Winterhart bis -34°C (-30°F)
USDA-Winterhärtezonen 4–10

So pflegst du Gewöhnliches Ferkelkraut

Gießen

  • Frühlingalle 7 Tage
  • Sommeralle 5 Tage
  • Herbstalle 10 Tage
  • Winteralle 21 Tage

Erde · Gut dränierend

  • DeckschichtPinienrindenmulch10%
  • HauptmischungBlumenerde + Perlit 2:170%
  • DrainageBlähton / Kies20%

Die Drainageschicht nie weglassen – Staunässe ist die häufigste Ursache für Wurzelfäule.

DÜNGER

Diese Pflanze braucht kaum Dünger.

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Auf einen Blick

  • HeimischEuropa, Mediterran, Westasien
  • Höhe1–2 ft (0.3–0.6 m)
  • Breite0.5–1 ft (0.2–0.3 m)
  • Blütenfarbegelb
  • Laubfarbegrün
  • Bodensandig, gut durchlässig
  • StandorteGarten

Blütezeit

BLÜTEZYKLUS

Hauptblüte

Mär–Nov

J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D

Gelbe, löwenzahnartige Blüten an drahtigen, verzweigten Stängeln vom Frühling bis zum Herbst

Giftigkeit

Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern.

Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

VERBREITUNG

Gewöhnliches Ferkelkraut · Heimisch
  • Heimisch
  • Eingeführt
  • Europa
  • Mediterran
  • Westasien

Geschichte

Illustrierte historische Szene zu Gewöhnliches Ferkelkraut

Gewöhnliches Ferkelkraut ist in Europa, Nordafrika und Westasien heimisch. Linnaeus beschrieb sie 1753 in Species Plantarum. Umgangssprachlich wird sie 'Falscher Löwenzahn', 'Flachkraut' oder 'Ferkelkraut' genannt; sie unterscheidet sich vom echten Löwenzahn (Taraxacum) durch verzweigte Blütenstängel mit mehreren kleinen gelben Blütenköpfen und durch Rosetten aus behaarten, nicht kahlen Blättern.

Sie wurde in ihrem gesamten natürlichen Verbreitungsgebiet als wilder Salat gegessen – die Rosettenblätter und Wurzeln sind essbar und weniger bitter als Löwenzahn. Von tiermedizinischer Bedeutung ist sie als Hauptursache der 'Australischen Stringhalt', einer neurologischen Gangstörung bei Pferden, die mit starkem Bewuchs kontaminierte Weiden abgrasen; das genaue Toxin ist nicht identifiziert, aber die Erkrankung betrifft die Streckmuskeln der Hinterbeine.

Moderne australische und neuseeländische Pferdeweiden werden sorgfältig bewirtschaftet, um sie zu kontrollieren. In den USA ist sie ein bedeutendes Rasenunkraut im pazifischen Nordwesten. Tiefe Pfahlwurzeln machen sie äußerst trockenheitstolerant und extrem schwer zu beseitigen, sobald sie sich im Rasen etabliert hat.

Symbolik & Bedeutung

Was sie symbolisiert

Das Gewöhnliche Ferkelkraut ist trügerische Einfachheit in Pflanzenform; seine löwenzahnartigen Blüten täuschen Wochenendgärtner in ein falsches Vertrauen. Unter der freundlichen gelben Oberfläche verbirgt sich ein aggressiver Raseneindringling mit tiefer Pfahlwurzel, der sich unerbittlicher über Rasenflächen ausbreitet als jeder echte Löwenzahn. Dies ist das Patronatskraut der Verwechslung – klein, sonnig und weitaus schwieriger zu entfernen, als sein harmloses Gesicht vermuten lässt.

  • Falscher Löwenzahn — sieht aus wie Löwenzahn, breitet sich aber schneller aus
  • Raseneindringling — aggressives Rasenunkraut mit tiefer Pfahlwurzel

Woher der Name kommt

'Hypochaeris' möglicherweise vom Griechischen für 'kleines Schwein', da Schweine angeblich nach der Pfahlwurzel wühlen; 'radicata' aus dem Lateinischen bedeutet 'bewurzelt', für die ausdauernde Pfahlwurzel.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte ich Gewöhnliches Ferkelkraut gießen?

Im Sommer etwa alle 5 Tage gießen, im Winter etwa alle 21 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.

Wie viel Licht braucht Gewöhnliches Ferkelkraut?

Volle Sonne: 6+ Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.

Ist Gewöhnliches Ferkelkraut giftig für Katzen oder Hunde?

Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern. Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

Ist Gewöhnliches Ferkelkraut leicht zu pflegen?

Ja — sie gilt als einfache, anfängerfreundliche Pflanze.

Wann blüht Gewöhnliches Ferkelkraut?

Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Mär–Nov.

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