Lebender Stein (Lithops pseudotruncatella), ganze Pflanze

Lebender Stein

Lithops pseudotruncatella

Schwer · Für erfahrene Gärtner

Über Lebender Stein

Der Lebende Stein ist eine kleine, stängellose Sukkulente aus den steinigen Ebenen Namibias, wo sein pralles, verwachsenes Blattpaar flach mit dem Boden abschließt, gefleckt und gefärbt, um mit dem umgebenden Quarz- und Dolomitkies zu verschmelzen. Selten größer als zwei bis drei Zentimeter, verharrt er den größten Teil des Jahres nahezu bewegungslos und zehrt von gespeicherter Feuchtigkeit durch Dürreperioden, die gewöhnliche Pflanzen welken ließen. Im Spätsommer erscheint aus dem schmalen Spalt zwischen den Blättern eine einzelne, gänseblümchenartige gelbe Blüte, die sich nur bei hellem Sonnenlicht öffnet. In grobkörniger, gut durchlässiger Erde kultiviert und sparsam gegossen, belohnt er geduldige Sammler mit langsamem, stillem Wachstum.

  • dursttolerant
  • kastenfreundlich
  • langsamwachsend
  • kompaktt
WASSER
Durchdringen & trocknen
Tief, selten
LICHT
Volle Sonne
6+ Std. direkt

So pflegst du Lebender Stein

Gießen

  • Frühlingalle 30 Tage
  • Sommeralle 30 Tage
  • Herbstalle 30 Tage
  • Winteralle 30 Tage

Erde · Schnell dränierend

  • HauptmischungSand + Bims + Erde 1:1:150%
  • DrainageBims / Kies50%

Mindestens die Hälfte grobes Material – diese Mischung soll schnell abtrocknen.

DÜNGER

Kakteendünger 2-7-7

Wenig Stickstoff hält den Wuchs kompakt statt weich und vergeilt. Phosphor und Kalium tragen Wurzeln und Blüte.

N12%P44%K44%
  • Stickstoff · Blätter
  • Phosphor · Wurzeln + Blüten
  • Kalium · Robustheit
  • Frühlingalle 30 Tage
  • Sommeralle 30 Tage
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Auf einen Blick

  • HeimischSouthern Africa
  • Höhe0.5 ft (0.2 m)
  • Breite0.5 ft (0.2 m)
  • Blütenfarbegelb
  • Laubfarbegrün
  • Bodengut durchlässig, sandig
  • StandorteInnen · Patio

Blütezeit

BLÜTEZYKLUS

Hauptblüte

Aug

J
F
M
A
M
J
J
A
S
O
N
D

Die Blüten dieser Pflanze erscheinen im August und sind spektakulär und einzigartig.

Duft

LEICHTER DUFT

Die spätsommerlichen Blüten verströmen einen schwachen, honigartigen Duft.

Giftigkeit

Für Haustiere unbedenklich

Keine gemeldet

Not reported

EXPOSITION Kein Aufnahmeweg gemeldet.

WIRKUNG Keine toxische Wirkung gemeldet.

HINWEIS Für Menschen liegt in diesem Katalog kein Toxizitätshinweis vor; dies ist kein Beleg dafür, dass die Pflanze essbar oder unbedenklich ist.

Safe

EXPOSITION Kein Aufnahmeweg gemeldet.

WIRKUNG Keine toxische Wirkung gemeldet.

HINWEIS Autoritative Quellen stufen diese Pflanze als ungiftig für Hunde ein; dies ist kein Beleg dafür, dass die Pflanze essbar ist.

Safe

EXPOSITION Kein Aufnahmeweg gemeldet.

WIRKUNG Keine toxische Wirkung gemeldet.

HINWEIS Autoritative Quellen stufen diese Pflanze als ungiftig für Katzen ein; dies ist kein Beleg dafür, dass die Pflanze essbar ist.

Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

VERBREITUNG

Lebender Stein · Heimisch
  • Heimisch
  • Southern Africa

Geschichte

Illustrierte historische Szene zu Lebender Stein

Lange bevor Botaniker verstanden, was sie vor sich hatten, hoben Reisende auf den steinigen Ebenen des südlichen Afrikas gelegentlich etwas auf, das wie ein gewöhnlicher Kieselstein aussah – nur um festzustellen, dass es lebendig war. Der englische Forscher William Burchell verzeichnete 1811 die erste solche Begegnung und beschrieb eine Pflanze, die so perfekt in Farbe und Form den umgebenden Steinen glich, dass sie im Boden zu verschwinden schien – die Entdeckung, die der gesamten Gattung schließlich ihren Namen gab: Lithops, vom Griechischen für „Steingesicht“.

Der als Lebender Stein bekannte Vertreter dieser Gattung geriet fast ein Jahrhundert später ins wissenschaftliche Blickfeld. Der deutsche Botaniker Kurt Dinter, der jahrzehntelang die Flora des damaligen Deutsch-Südwestafrika katalogisierte, sammelte Exemplare auf den hohen, kiesigen Ebenen bei Windhoek. 1908 beschrieb Alwin Berger die Pflanze formell und nannte sie pseudotruncatella – „falsch gestutzt“ –, um ihre gerundeten, leicht gewölbten Blattoberseiten von der flacheren, wie abgeschnitten wirkenden Form ihrer nahen Verwandten Lithops truncata zu unterscheiden. Die Art wurde später der Gattung Lithops zugeordnet, als der Botaniker N. E. Brown diese 1922 begründete.

Heute ziehen Gärtner fernab des Khomas-Hochlands den Lebenden Stein auf Fensterbänken und in Sammlerschalen, angezogen von demselben Tarntrick, der ihn einst vor weidenden Tieren und neugierigen Reisenden verborgen hielt.

Symbolik & Bedeutung

Was sie symbolisiert

Anders als Blüten, die auf Wirkung gezüchtet wurden, überlebt der Lebende Stein, indem er verschwindet – seine gesprenkelten, steinfarbenen Blätter verschmelzen so vollständig mit Kies und Quarz, dass weidende Tiere wie zufällige Betrachter gleichermaßen an ihm vorbeisehen. Dieser Instinkt zur unauffälligen Selbsterhaltung hat ihn unter Sukkulentensammlern zu einem Sinnbild für Widerstandskraft gemacht, die durch Geduld und Zurückhaltung statt durch Zurschaustellung entsteht.

  • Stille Ausdauer — Da er darauf ausgelegt ist, im nackten Gestein zu verschwinden, statt aufzufallen, steht der Lebende Stein für stille Ausdauer – er gedeiht unbemerkt unter Hitze- und Dürreextremen, die auffälligere Pflanzen zugrunde richten würden.

Woher der Name kommt

Der Gattungsname Lithops stammt vom griechischen lithos („Stein“) und ops („Gesicht“ oder „Erscheinung“) und beschreibt, wie die Pflanzen Kieselsteine nachahmen. Das Artepitheton pseudotruncatella bedeutet „falsch gestutzt“ und unterscheidet die sanft gerundeten Blattoberseiten von der flacheren, wie abgeschnitten wirkenden Form der nahen Verwandten Lithops truncata.

Verwendung & Wissenswertes

  • Wird als Sammlersukkulente auf sonnigen Fensterbänken und in Schalengärten kultiviert.
  • Seine spätsommerlichen Blüten locken Bienen und andere bestäubende Insekten an.

Verwandte Pflanzen

Weitere Lithops-Pflanzen

Pflanzen mit ähnlicher Pflege

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich Lebender Stein gießen?

Im Sommer etwa alle 30 Tage gießen, im Winter etwa alle 30 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.

Wie viel Licht braucht Lebender Stein?

Volle Sonne: 6+ Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.

Ist Lebender Stein giftig für Katzen oder Hunde?

Pets Safe (Dogs Safe · Cats Safe) Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

Ist Lebender Stein leicht zu pflegen?

Sie gilt als anspruchsvoll und belohnt erfahrene Gärtner.

Kann man Lebender Stein drinnen halten?

Ja, mit dem richtigen Licht gedeiht sie auch drinnen gut.

Wann blüht Lebender Stein?

Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Aug.

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