Kleiner Steinklee
Melilotus indicus
Schwer · Für erfahrene GärtnerÜber Kleiner Steinklee
Kleiner Steinklee, Melilotus indicus, ist der kompakteste der Steinklee-Arten – ein schlanker, einjähriger Vertreter, der im Mittelmeerraum und Westasien heimisch ist und heute auf praktisch jedem bewohnten Kontinent in trockenen, gestörten Böden von Straßenrändern bis zu Brachen vorkommt. Mit einer Höhe von 30–60 cm bildet er vom späten Frühling bis zum Sommer schlanke Trauben winziger gelber Blüten, die bei Berührung oder Trocknung den charakteristischen süßen Cumarin-Duft der Gattung Melilotus verströmen. Ein produktiver Stickstofffixierer und eine Bienenweide, wo immer er sich ansiedelt, gedeiht er in Hitze und Trockenheit, wo nur wenige andere Hülsenfrüchtler wachsen.
- duftend
- dursttolerant
- bestäubungsfreundlich
- raschwachsend
So pflegst du Kleiner Steinklee
Gießen
- Frühlingalle 7 Tage
- Sommeralle 5 Tage
- Herbstalle 14 Tage
- Winteralle 30 Tage
Erde · Gut dränierend
- DeckschichtPinienrindenmulch10%
- HauptmischungBlumenerde + Perlit 2:170%
- DrainageBlähton / Kies20%
Die Drainageschicht nie weglassen – Staunässe ist die häufigste Ursache für Wurzelfäule.
DÜNGER
- Frühlingalle 30 Tage
- Sommeralle 30 Tage
Auf einen Blick
- HeimischSüdostasien, Australia
- Höhe1–2 ft (0.3–0.6 m)
- Breite2–3 ft (0.6–0.9 m)
- Blütenfarbegelb, weiß
- Laubfarbegrün
- Bodenlehmig, gut durchlässig
- StandorteGarten · Balkon · Innen
Blütezeit
BLÜTEZYKLUS
Hauptblüte
Mai–Jul
Diese Pflanze produziert gelblich-weiße Blüten vom späten Frühling bis zum frühen Sommer.
Duft
MITTLERER DUFT
Süßer Cumarin-‚Heuduft‘; wird besonders von getrockneten Stängeln und Blättern freigesetzt, gleiche Chemie wie bei größeren Melilotus-Arten.
Giftigkeit
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- Eingeführt
- Südostasien
- Australia
Geschichte

Kleiner Steinklee ist im Mittelmeerraum, Nordafrika und Westasien heimisch, mit einem natürlichen Verbreitungsgebiet, das bis zum indischen Subkontinent reicht – das Epitheton ‚indicus‘ spiegelt diese weite altweltliche Verbreitung wider, nicht einen ausschließlich indischen Ursprung. Innerhalb der Gattung Melilotus ist er die kleinste Art, mit feineren Stängeln, kleineren Blättern und zarteren Blütentrauben als M. officinalis oder M. albus.
Trotz seiner bescheidenen Statur ist der Kleine Steinklee eine der am weitesten verbreiteten einjährigen Pflanzen der Welt, die den menschlichen Verkehrswegen und gestörten Böden auf jeden bewohnten Kontinent folgte. Er gedeiht an Straßenrändern, auf Schuttplätzen, Baustellen und verlassenen Ackerflächen – überall dort, wo trockene, nährstoffarme Böden und wenig Konkurrenz durch ausdauernde Pflanzen herrschen. Diese ökologische Flexibilität hat ihn außergewöhnlich erfolgreich gemacht.
Wie alle Melilotus-Arten enthält Kleiner Steinklee Cumarin, die Verbindung, die für den charakteristischen süßen ‚Heuduft‘ der Gattung verantwortlich ist. Diese Chemie ist innerhalb der Gattung identisch, konzentriert in Blättern und Stängeln und am stärksten beim Trocknen oder Quetschen wahrnehmbar.
Die Pflanze dient in warmen Klimazonen, in denen M. officinalis und M. albus nicht gedeihen, als Gründüngung und Stickstofffixierer, und ihre kleinen Blüten sind eine wichtige Nektarquelle für Honigbienen im gesamten Mittelmeerraum sowie in naturalisierten Populationen in Australien, Amerika und Afrika südlich der Sahara.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Der Kleine Steinklee folgte Straßen, Häfen und Feldrändern auf jeden warmen Kontinent, fixierte Stickstoff in Böden, die niemand pflegte, fütterte Bienen, die niemand betreute, und roch nach etwas unverkennbar Lebendigem – dem süßen Cumarin, das von getrocknetem Heu aufsteigt und sagt: Hier war einmal eine Wiese.
- Allgegenwärtigkeit — Eine der am weitesten verbreiteten einjährigen Pflanzen der Welt, die in jeder warmen, gestörten Ecke der Erde vorkommt, wohin menschliche Aktivität reichte.
- Bescheidenheit — Der Kleinste seiner Art. Nicht gefeiert, nicht kultiviert – aber außergewöhnlich ausdauernd und still nützlich, wo immer er landet.
Woher der Name kommt
Die Gattung Melilotus leitet sich vom griechischen meli (Honig) und lotos (Klee) ab und spiegelt die alte Bedeutung der Gattung als Honigpflanzen wider. Das Artepitheton indicus bedeutet im Lateinischen ‚aus Indien‘ oder ‚östlich‘ und bezieht sich auf die weite altweltliche Verbreitung der Pflanze bis zum indischen Subkontinent.
Verwendung & Wissenswertes
- Kleine gelbe Blüten sind eine wichtige Nektarquelle für Honigbienen in warmen Klimazonen; weit verbreitet in Australien, Amerika und dem Mittelmeerraum
- Gleicher süßer Cumarin-‚Heuduft‘ wie bei größeren Melilotus-Arten; getrocknete Stängel und Blätter sind aromatisch
Verwandte Pflanzen
Weitere Melilotus-Pflanzen
Pflanzen mit ähnlicher Pflege
LippenstiftpflanzeAeschynanthus longicaulis
SchmucklilieAgapanthus africanus
Glocken-AgapanthusAgapanthus campanulatus
Gewöhnlicher AgapanthusAgapanthus praecox
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Kleiner Steinklee gießen?
Im Sommer etwa alle 5 Tage gießen, im Winter etwa alle 30 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.
Wie viel Licht braucht Kleiner Steinklee?
Halbsonne: 4–6 Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Kleiner Steinklee giftig für Katzen oder Hunde?
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern. Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Kleiner Steinklee leicht zu pflegen?
Sie gilt als anspruchsvoll und belohnt erfahrene Gärtner.
Kann man Kleiner Steinklee drinnen halten?
Ja, mit dem richtigen Licht gedeiht sie auch drinnen gut.
Wann blüht Kleiner Steinklee?
Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Mai–Jul.
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