Papageienfeder (Myriophyllum aquaticum), ganze Pflanze

Papageienfeder

Myriophyllum aquaticum

Einfach · Anfängerfreundlich

Über Papageienfeder

Papageienfeder, allgemein bekannt als Papageienfeder oder Papageienfeder-Tausendblatt, ist eine untergetauchte bis aufragende aquatische Staude, die im Amazonasbecken Südamerikas heimisch ist. Ihre federartigen, hellgrünen quirligen Blätter erheben sich in attraktiven, federbuschartigen Formationen über die Wasseroberfläche und verleihen ihr ein unverwechselbares Papageienfeder-Aussehen. Jeder Quirl enthält vier bis sechs fein geteilte Blätter, die um den Stängel angeordnet sind. Obwohl sie in Wasserspielen optisch ansprechend ist, wird diese Pflanze in weiten Teilen Nordamerikas, Europas und Australasiens als stark invasive Art eingestuft. Sie vermehrt sich fast ausschließlich vegetativ – selbst winzige Stängelfragmente können zu neuen Pflanzen regenerieren, Wasserwege verstopfen und einheimische Wasservegetation verdrängen. Dichte Matten reduzieren den gelösten Sauerstoff und schädigen Fische und Wirbellose. Sie wurde ursprünglich durch den Aquarienhandel im frühen 1900. Jahrhundert eingeführt. Viele Gerichtsbarkeiten verbieten heute ihren Verkauf und Transport.

  • raschwachsend
WASSER
Aquatisch
Im Wasser
LICHT
Volle Sonne
6+ Std. direkt
WÄRME
16–27°C
60–80°F

So pflegst du Papageienfeder

Gießen

  • Frühlingalle 1 Tage
  • Sommeralle 1 Tage
  • Herbstalle 1 Tage
  • Winteralle 1 Tage

Erde · Sumpfnass

  • WasserStehendes Wasser über der Erde20%
  • ErdeSchwere Teicherde80%

Keine Drainageschicht – das Wasser soll über der Erde stehen.

DÜNGER

Volldünger 14-14-14

Ein Volldünger deckt alle drei Bedürfnisse auf einmal ab und hält Blätter, Wurzeln und Blüten im Gleichschritt, ohne dass etwas aus dem Gleichgewicht gerät.

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  • Stickstoff · Blätter
  • Phosphor · Wurzeln + Blüten
  • Kalium · Robustheit

Diese Pflanze braucht kaum Dünger.

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Auf einen Blick

  • HeimischSüdamerika
  • Höhe0.5–1 ft (0.2–0.3 m)
  • Breite2–5 ft (0.6–1.5 m)
  • Blütenfarbeweiß
  • Laubfarbegrün, blaugrün
  • Bodenfeuchtigkeitsretentiv
  • StandorteGarten

Blütezeit

BLÜTEZYKLUS

Winzige unauffällige weiße Blüten in den Blattachseln; blüht außerhalb des natürlichen Verbreitungsgebiets selten

Duft

KEIN DUFT

Kein nennenswerter Duft.

Giftigkeit

Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern.

Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

VERBREITUNG

Papageienfeder · Heimisch
  • Heimisch
  • Eingeführt
  • Südamerika

Geschichte

Illustrierte historische Szene zu Papageienfeder

Papageienfeder ist in Südamerika heimisch, am ausgedehntesten im Amazonasbecken, aber auch im südlichen Südamerika (Paraguay, südliches Brasilien, nördliches Argentinien). Sie wächst als teilweise untergetauchte Wasserpflanze mit feinstrukturierten, wirtelig gefiederten untergetauchten Blättern (oft blaugrün) und aufragenden Stengelanteilen von 10-30 cm über der Wasseroberfläche, die ähnliche blaugrüne, wirtelig gefiederte Blätter tragen. Ihr attraktives Erscheinungsbild führte im 19. und 20. Jahrhundert zur weltweiten Verbreitung als Aquarienpflanze, Zierpflanze für Gartenteiche und Wassergärten. Die Art ist jedoch zu einer der ernsthaftesten invasiven Wasserpflanzen in gemäßigten und subtropischen Gewässern der USA, Europas, des Vereinigten Königreichs, Australiens, Neuseelands, Südafrikas und Japans geworden.

In warmen Gewässern ohne Winterfrost bildet sie dichte, miteinander verwachsene Matten, die die Schifffahrt behindern, den Wasserfluss hemmen, einheimische Unterwasserpflanzen beschatten, den gelösten Sauerstoff reduzieren und als Brutstätte für Mücken dienen. Wichtig ist, dass außerhalb Südamerikas nur männliche Pflanzen bekannt sind; die Art hat sich weltweit ausschließlich durch vegetative Stengelbruchstücke vermehrt, was ihre Ausbreitung jedoch keineswegs verlangsamt hat. Verkauf und Transport sind im Vereinigten Königreich (verboten 2014 gemäß dem Wildlife and Countryside Act), in der Europäischen Union (aufgelistet auf der EU-Liste invasiver gebietsfremder Arten von unionsweiter Bedeutung 2016), in Australien, Neuseeland und mindestens 15 US-Bundesstaaten verboten oder eingeschränkt.

Ein sachgerechter Umgang mit Aquarien und Gartenteichen ist besonders wichtig, da Fragmente, die mit Booten oder freigesetztem Aquarienmaterial mitgeschleppt wurden, der primäre Ausbreitungsweg waren. Papageienfeder wurde in den 1890er-Jahren als Aquariumzierpflanze nach Nordamerika eingeführt und entkam schnell in Wasserstraßen. In den 1940er-Jahren war sie im gesamten Süden der USA etabliert. Ihre Fähigkeit, sowohl in aquatischen als auch in semi-terrestrischen Bedingungen zu überleben, machte eine Eindämmung nahezu unmöglich. Sie wird heute in vielen Ländern als Schadpflanze gelistet. Ironischerweise haben Forscher ihre außergewöhnliche Nährstoffaufnahme zur Phytoremediation untersucht — um sie in kontrollierten Umgebungen, wo eine Ausbreitung verhindert wird, zur Klärung von Abwasser einzusetzen.

Symbolik & Bedeutung

Was sie symbolisiert

Das Papageienfederkraut ist die Einfallsreichtum in ihrer wildesten Form – seine gefiederten Quirle gedeihen in jedem Teich, Graben oder trägen Bach, den es besiedeln kann. Beharrlichkeit ist in jedes Fragment eingeschrieben, denn jeder abgebrochene Stängel kann Wurzeln schlagen und wieder zur Oberfläche streben. Aus der Nähe betrachtet schön, im großen Maßstab ökologisch problematisch, drückt es die zwiespältige Doppelbedeutung von Einfallsreichtum aus.

  • Anpassungsfähigkeit — gedeiht in jeder aquatischen Umgebung und symbolisiert Einfallsreichtum
  • Beharrlichkeit — sein unaufhaltsames Wachstum steht für Beharrlichkeit und Entschlossenheit

Woher der Name kommt

'Myriophyllum' aus dem Griechischen 'myrios' (unzählig) und 'phyllon' (Blatt), was das fein geteilte Laub beschreibt. 'Aquaticum' bedeutet auf Lateinisch 'zum Wasser gehörig'.

Verwendung & Wissenswertes

  • Federartiges, auftauchendes Laub mildert die Ränder von Wassergärten
  • Wird in der Phytoremediation eingesetzt, um Schadstoffe aus künstlichen Feuchtgebieten zu absorbieren

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Häufige Fragen

Wie oft sollte ich Papageienfeder gießen?

Im Sommer etwa alle 1 Tage gießen, im Winter etwa alle 1 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.

Wie viel Licht braucht Papageienfeder?

Volle Sonne: 6+ Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.

Ist Papageienfeder giftig für Katzen oder Hunde?

Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern. Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

Ist Papageienfeder leicht zu pflegen?

Ja — sie gilt als einfache, anfängerfreundliche Pflanze.

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