Jerusalemsalbei
Phlomis fruticosa
Schwer · Für erfahrene GärtnerÜber Jerusalemsalbei
Jerusalemsalbei ist ein rundlicher, trockenheitsverträglicher immergrüner Strauch aus der mediterranen Macchie, geschätzt für sein filziges, salbeigraues Laub und kräftige Quirle behelmter gelber Blüten, die sich im Spätfrühling und Sommer an den Stängeln aufreihen. Er wird etwa 90 bis 150 cm hoch und ebenso breit und bildet einen stabilen, strukturgebenden Busch, der sich für trockene Rabatten, Kiesgärten und Küstenpflanzungen eignet. Volle Sonne und magerer, durchlässiger Boden halten ihn kompakt und gesund, und etablierte Pflanzen überstehen lange Trockenperioden mühelos. Sein wolliges graues Laub bleibt über den Winter erhalten, während die Blütenquirle Hummeln in Scharen anlocken und zu dekorativen Samenständen für den winterlichen Blickfang eintrocknen.
- duftend
- dursttolerant
- dauergrün
- bestäubungsfreundlich
- auffällige Früchte
So pflegst du Jerusalemsalbei
Gießen
- Frühlingalle 10 Tage
- Sommeralle 7 Tage
- Herbstalle 15 Tage
- WinterGießpause
Erde · Gut dränierend
- DeckschichtPinienrindenmulch10%
- HauptmischungBlumenerde + Perlit 2:170%
- DrainageBlähton / Kies20%
Die Drainageschicht nie weglassen – Staunässe ist die häufigste Ursache für Wurzelfäule.
DÜNGER
- Frühlingalle 30 Tage
- Sommeralle 30 Tage
- Herbstalle 30 Tage
Auf einen Blick
- HeimischMediterran
- Höhe1–1.5 m
- Breite1–1.5 m
- Blütenfarbegelb
- Laubfarbegrün
- Fruchtfarbebraun
- Bodengut durchlässig, sandig
- StandorteGarten · Patio
Blütezeit
BLÜTEZYKLUS
Hauptblüte
Mai–Aug
Die Blüten dieser Pflanze erscheinen vom späten Frühling bis zum Sommer und locken viele Bienen an.
Duft
MITTLERER DUFT
Die filzigen Blätter geben beim Berühren oder Zerdrücken einen moschusartigen, würzigen Duft ab, kräftiger als gewöhnlicher Salbei.
Giftigkeit
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- Eingeführt
- Mediterran
Geschichte

Der Gattungsname Phlomis stammt vom altgriechischen phlomos ab, einer Bezeichnung für wollblättrige Pflanzen, deren dichtes, filziges Laub gesammelt und zu Dochten für Öllampen gedreht wurde — eine praktische Nutzung, die seit der Antike belegt ist, als die dichten Haare auf Blättern wie diesen sie ideal für ein langsames, gleichmäßiges Brennen machten. Jerusalemsalbei, heimisch in den felsigen Hängen und der struppigen Macchie Griechenlands und des östlichen Mittelmeers, war jenen Dochtsammlern gewiss ein vertrauter Anblick — seine grauen, filzigen Blätter und stabilen, verholzten Stängel sind darauf ausgelegt, glühende Sommer und dünnen, steinigen Boden zu überstehen. Sein englischer Name ist weniger eindeutig: Wie mehrere andere mediterrane Kräuter, die über Jahrhunderte des Handels und der Pilgerrouten durch das Heilige Land nordeuropäische Gärten erreichten, erhielt er das Etikett „Jerusalem“ eher als lockeren Hinweis auf exotisch-mediterrane Herkunft denn als wörtliche Aussage über seinen tatsächlichen Wuchsort. Sicher ist, wie sich die Pflanze ihr langes Gartendasein verdiente: von Klosterhöfen bis zu modernen Kiesgärten haben ihre in Etagen gestapelten Quirle behelmter gelber Blüten zuverlässig Hummeln durch Spätfrühling und Sommer angelockt, während ihre getrockneten Samenstände geschnitten und für winterliche Arrangements aufbewahrt werden, lange nachdem die Farbe verblasst ist. Da sich mediterrane und trockenheitsverträgliche Pflanzstile weit über ihr heimisches Klima hinaus verbreitet haben, ist Jerusalemsalbei mitgezogen — heute geschätzt fast ebenso sehr dafür, dem Garten kaum etwas abzuverlangen, wie für die filzige, silbrige Struktur, die er durch jede Jahreszeit hindurch bewahrt.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Die Zähigkeit von Jerusalemsalbei ist in seine Biologie eingeschrieben: Ein Strauch, der dort gedeiht, wo der Boden dünn und die Sommer erbarmungslos sind, ist über Jahrhunderte der Kultivierung an griechischen Hängen und in Klosterhöfen zum Sinnbild einer unauffälligen Widerstandskraft geworden. Er verlangt keine Aufmerksamkeit wie eine Rose; er macht einfach weiter, sein filziges Laub bewahrt sein Silber durch die Dürre, und seine gelben Blütentürme bauen sich jedes Jahr klaglos neu auf. Diese Beständigkeit, gepaart mit seiner langen Geschichte nahe Türen und Versammlungsorten, hat ihm auch ein leiseres symbolisches Register verliehen — das von Schutz und bescheidenem Willkommen, die Art Pflanze, die einfach immer da ist.
- Widerstandskraft — Da er auf ausgedörrten, steinigen Mittelmeerhängen gedeiht, ist Jerusalemsalbei zum Sinnbild stiller Ausdauer durch Widrigkeiten geworden.
- Schutz — Seit langem um Innenhöfe und Klostergärten angepflanzt, trägt er Assoziationen von beständiger, bescheidener Gastfreundschaft.
Woher der Name kommt
Der Gattungsname Phlomis stammt vom altgriechischen phlomos, das sich auf wollblättrige Pflanzen bezieht, die einst für Öllampendochte gesammelt wurden. Der Artname fruticosa ist Latein für „strauchig“ und beschreibt den holzigen, buschigen Wuchs. Sein englischer Name, Jerusalem Sage, spiegelt vermutlich die alte Gewohnheit wider, mediterrane Gartenkräuter als „Jerusalem“-Pflanzen zu kennzeichnen, wenn sie über Handelsrouten durch das Heilige Land nach Nordeuropa gelangten, statt eine wörtliche Herkunftsangabe zu sein.
Verwendung & Wissenswertes
- Filziges graues Laub und gestapelte gelbe Blütenquirle geben trockenen Rabatten und Kiesgärten ganzjährig Struktur.
- Gestapelte Quirle behelmter Blüten sind bei Hummeln im Spätfrühling und Sommer besonders beliebt.
- Wollige Blätter setzen beim Berühren oder Zerdrücken einen moschusartigen, würzigen Duft frei.
- Getrocknete Samenstände werden geschnitten und für winterliche Arrangements und Trockenblumen-Displays aufbewahrt.
Verwandte Pflanzen
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Rosa SandverbeneAbronia umbellata
Hänge-AgapantheAgapanthus inapertus
Großes KängurupfötchenAnigozanthos flavidus
Schmalblättrige SeidenpflanzeAsclepias fascicularis
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Jerusalemsalbei gießen?
Während der Wachstumszeit etwa alle 10 Tage gießen und überschüssiges Wasser immer ablaufen lassen.
Wie viel Licht braucht Jerusalemsalbei?
Volle Sonne: 6+ Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Jerusalemsalbei giftig für Katzen oder Hunde?
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern. Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Jerusalemsalbei leicht zu pflegen?
Sie gilt als anspruchsvoll und belohnt erfahrene Gärtner.
Wann blüht Jerusalemsalbei?
Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Mai–Aug.
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