Purpur-Salbei
Salvia leucophylla
Einfach · AnfängerfreundlichÜber Purpur-Salbei
Der Purpur-Salbei ist ein in Kalifornien heimischer Küstenstrauch, bekannt für seine silbergrauen, filzigen Blätter und Quirle aus weichen, rosa-lavendelfarbenen Blüten. Er ist in Santa Barbara und auf den Kanalinseln heimisch, wird 0,9–1,8 m hoch und breitet sich noch weiter aus. Das Laub reflektiert Sonnenlicht und hilft ihm, heiße, trockene Sommer zu überstehen. Sein silbriger Farbton hellt die Landschaft das ganze Jahr über auf und ergänzt die kühlen Blau- und Lilatöne anderer kalifornischer Pflanzen. Kolibris strömen zu den Blüten.
- duftend
- dursttolerant
- hirscheresistent
- dauergrün
So pflegst du Purpur-Salbei
Gießen
- Frühlingalle 10 Tage
- Sommeralle 14 Tage
- Herbstalle 21 Tage
- Winteralle 30 Tage
Erde · Gut dränierend
- DeckschichtPinienrindenmulch10%
- HauptmischungBlumenerde + Perlit 2:170%
- DrainageBlähton / Kies20%
Die Drainageschicht nie weglassen – Staunässe ist die häufigste Ursache für Wurzelfäule.
DÜNGER
Diese Pflanze braucht kaum Dünger.
Auf einen Blick
- HeimischNordamerika
- Höhe3–5 ft (0.9–1.5 m)
- Breite5–8 ft (1.5–2.4 m)
- Blütenfarberosa, lila
- LaubfarbeSilber, grün, variiert
- Bodensandig, gut durchlässig
- StandorteGarten
Blütezeit
BLÜTEZYKLUS
Hauptblüte
Mai–Jul
Rosa-lavendelfarbene Quirle von Mai bis Juli.
Duft
STARKER DUFT
Kräftiger, harzig-krautiger Duft; Kampfer und Cineol sind die allelopathischen flüchtigen Verbindungen.
Giftigkeit
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- Nordamerika
Geschichte

Der Purpur-Salbei ist in den Küstensalbeigesellschaften Südkaliforniens heimisch — vom San Luis Obispo County südwärts durch Santa Barbara, Ventura und Los Angeles County bis nach Orange und San Diego County — und weiter in das nördliche Baja California, Mexiko. Das Artepitheton „leucophylla“ („weißblättrig“) bezieht sich auf das charakteristische silberweisße Tomentum des Laubes, das Sonnenlicht reflektiert und den Wasserverlust im heißen, trockenen Chaparral-Sommer reduziert. Es handelt sich um einen kompakten, niederliegenden immergrünen Strauch von 60-150 cm Höhe mit aromatischen grauweißwolligen Blättern und, im späten Frühjahr und Frühsommer, übereinander gestapelten Quirlen blassrosa bis hellvioletter Blüten (gedämpfter als das lebhafte Violett von S. clevelandii). Die Art ist ein berühmtes Lehrbuchbeispiel der pflanzlichen Allelopathie: Eine wegweisende Veröffentlichung von 1964 von Cornelius Muller und Mitarbeitern in Science zeigte, dass flüchtige Monoterpene (insbesondere Campher und Cineol), die aus den Blättern des Purpur-Salbei ausdünsten und vom umgebenden Boden aufgenommen werden, die Keimung konkurrierender Gras- und Kräutersamen stark hemmen.
Das Ergebnis sind sichtbare offene Erdstreifen von 1-2 Metern Breite um etablierte Purpursalbei-Pflanzen — auf Luftaufnahmen erkennbar — ein Vegetationsmuster, das seit Jahrzehnten in ökologischen Lehrbüchern als klares Beispiel chemischer Konkurrenz zwischen Pflanzen zitiert wird. (Spätere Forschungen haben argumentiert, dass Nagetier-Samenprädation und Trockenstress ebenfalls zu den offenen Zonen beitragen können und Allelopathie nicht die alleinige Erklärung ist, aber die klassische Allelopathie-Interpretation bleibt einflussreich.) Hortikulturell bedeutsam als die Auslese „Point Sal“ und als Elternteil der Gartenhybridkultursorten „Bee’s Bliss“ und „Pozo Blue“.
Die Chumash nutzten die Blätter medizinisch und zeremoniell. Erstmals von Thomas Nuttall in den 1830er Jahren gesammelt.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Der Purpur-Salbei ist Wüstenklarheit. Silberne Blätter, violette Blüten und harziger Duft lassen ihn wie aus Sonne, Wind und Chaparral-Luft gemeißelt wirken. Seine Symbolik ist strenge Weisheit: eine Pflanze, die kein Wasser, keine Farbe und keine Geste verschwendet und durch diese Zurückhaltung umso kraftvoller ist.
- Heilung — Traditionelles Heilkraut.
- Klarheit — Silbernes Laub ruft geistige Klarheit hervor.
Woher der Name kommt
'Purpur-Salbei' ist der Gartennamen für eine silbrige kalifornische Salvia mit lavendelpurpurner Blüte. Leucophylla bedeutet auf Griechisch weißblättrig und bezieht sich auf das blasse Laub.
Verwendung & Wissenswertes
- Filziges graues Laub setzt bei Hitze einen durchdringenden Salbeigeruch frei.
- Gebündelt für traditionelle zeremonielle Räucherbündel und Räucherwerk.
- Lavendelfarbene Blütenquirle ernähren einheimische Bienen und Kolibris.
Verwandte Pflanzen
Weitere Salvia-Pflanzen
Weißer SalbeiSalvia apiana
Prärie-SalbeiSalvia azurea
Cleveland-SalbeiSalvia clevelandii
Scharlach-SalbeiSalvia coccinea
Pflanzen mit ähnlicher Pflege
Chinesische AbelieAbelia chinensis
Koreanische AbelieAbelia mosanensis
Einblütige AbelieAbelia uniflora
Großblütige AbelieAbelia x grandiflora
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Purpur-Salbei gießen?
Im Sommer etwa alle 14 Tage gießen, im Winter etwa alle 30 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.
Wie viel Licht braucht Purpur-Salbei?
Volle Sonne: 6+ Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Purpur-Salbei giftig für Katzen oder Hunde?
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern. Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Purpur-Salbei leicht zu pflegen?
Ja — sie gilt als einfache, anfängerfreundliche Pflanze.
Wann blüht Purpur-Salbei?
Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Mai–Jul.
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