Afrikanische Erdblume
Hydnora africana
Schwer · Für erfahrene GärtnerÜber Afrikanische Erdblume
Afrikanische Erdblume, auch bekannt als Jakkalskos oder Afrikanische Erdbume, ist eine der außergewöhnlichsten Pflanzen der Erde – ein Holoparasit ohne Blätter, Wurzeln oder Chlorophyll. Sie lebt vollständig unterirdisch und parasitiert die Wurzeln von Euphorbien; sichtbar wird sie nur, wenn ihre knollige, fleischige Blüte aus dem Boden bricht. Die orange-braune Blüte, geformt wie ein fremdartiger Mund mit gelappten Lippen, fängt vorübergehend Käfer zur Bestäubung ein. Ihre kartoffelartigen, essbaren Früchte werden von Schakalen und indigenen Völkern gleichermaßen geschätzt.
- dursttolerant
- essbar
- kompaktt
So pflegst du Afrikanische Erdblume
Gießen
- Frühlingalle 15 Tage
- Sommeralle 7 Tage
- Herbstalle 10 Tage
- Winteralle 14 Tage
Erde · Nährstoffreich & dränierend
- DeckschichtKompost10%
- HauptmischungBlumenerde + Kompost 3:180%
- DrainageKies10%
Die Kompostschicht jede Saison auffüllen.
DÜNGER
Diese Pflanze braucht kaum Dünger.
Auf einen Blick
- HeimischSouth Africa
- Höhe0.1–0.3 m
- Breite0.3–0.5 m
- BodenMoist, säurehaltig
- StandorteGarten · Innen
Duft
MITTLERER DUFT
Blüten verströmen einen fleischig-süßlichen Verwesungsgeruch, um Käfer als Bestäuber anzulocken
Giftigkeit
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- South Africa
Geschichte

Afrikanische Erdblume gehört zu den botanisch ungewöhnlichsten Pflanzen der Erde. Als Holoparasit – der seine gesamte Nahrung vom Wirt bezieht – hat sie sich so entwickelt, dass sie Blätter, Wurzeln und Chlorophyll vollständig verloren hat. Übrig bleibt ein unterirdisches Geflecht aus rhizomartigen Stängeln, die sich um die Wurzeln von Euphorbien und anderen Wolfsmilchgewächsen winden.
Wenn die Bedingungen es zulassen – insbesondere nach Regenfällen in der ariden südafrikanischen Karoo – erscheint eine einzelne fleischige Blüte an der Bodenoberfläche. Die Blüte ist auffällig: eine braun-orange, gelappte Struktur, die an einen Pilz oder eine Seeanemone erinnert, mit orangefarbenen Spitzen an den Zähnen. Das Innere erzeugt durch Thermogenese Wärme, um Käfer anzulocken, die vorübergehend eingeschlossen und bestäubt werden, bevor die sich lockernden Lappen sie freigeben.
Der Trivialname Jakkalskos (Afrikaans für „Schakalfutter“) spiegelt die langjährige Praxis von Schakalen und anderen Tieren wider, die Früchte auszugraben. Die essbaren Beeren – die an kleine Kartoffeln erinnern und etwas nach Kastanien schmecken – sind seit Generationen eine Nahrungsquelle für San und Khoikhoi, roh, geröstet oder getrocknet verzehrt. Die Wurzel wird auch in der traditionellen Medizin des südlichen Afrikas verwendet, insbesondere als Adstringens zum Gerben von Häuten und zur Behandlung von Durchfall.
Erstmals 1775 vom schwedischen Naturforscher Carl Peter Thunberg formal beschrieben, war Afrikanische Erdblume indigenen Völkern seit langem bekannt. Ihr bizarres Aussehen, ihre unterirdische Lebensweise und ihr parasitärer Habitus machen sie zu einem ständigen Faszinosum in botanischen Illustrationen und der Pflanzenwissenschaft.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Afrikanische Erdblume blüht aus karger Wüstenerde ohne Blätter, ohne Stängel, ohne Grün – nur ein seltsamer fleischiger Mund, der sich durch die Erde drückt. Für die San war sie Nahrung aus dem Untergrund, Nahrung aus unmöglichen Orten. Für die moderne Wissenschaft repräsentiert sie die äußerste Grenze der evolutionären Möglichkeiten: eine Pflanze, die alles aufgegeben hat, was eine Pflanze erkennbar macht, und Unabhängigkeit gegen die radikale Einfachheit völliger Abhängigkeit eingetauscht hat.
- Geheimnis — Lebt vollständig verborgen unter der Erde, sichtbar nur durch ihre außergewöhnliche Blüte – ein Symbol für verborgene Tiefen
- Überleben — Hat die Photosynthese vollständig aufgegeben und sich auf eine extreme parasitäre Anpassung zum Überleben reduziert
Woher der Name kommt
Der Gattungsname Hydnora leitet sich wahrscheinlich vom griechischen hydnon (Trüffel) ab und bezieht sich auf die unterirdische Wuchsform und die trüffelartige Existenz der Pflanze. Das Artepitheton africana weist auf ihre Herkunft aus dem südlichen Afrika hin.
Verwendung & Wissenswertes
- Kartoffelartige Früchte, roh, geröstet oder getrocknet von indigenen Völkern des südlichen Afrikas verzehrt
- Adstringierende Wurzeln in der traditionellen Medizin zum Gerben von Häuten und zur Behandlung von Durchfall verwendet
- Früchte von Schakalen und anderen Wüstentieren gefressen, die die Samen in ariden Lebensräumen verbreiten
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Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Afrikanische Erdblume gießen?
Im Sommer etwa alle 7 Tage gießen, im Winter etwa alle 14 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.
Wie viel Licht braucht Afrikanische Erdblume?
Indirekt: Gefiltertes Licht. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Afrikanische Erdblume giftig für Katzen oder Hunde?
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern. Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Afrikanische Erdblume leicht zu pflegen?
Sie gilt als anspruchsvoll und belohnt erfahrene Gärtner.
Kann man Afrikanische Erdblume drinnen halten?
Ja, mit dem richtigen Licht gedeiht sie auch drinnen gut.
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