Laniata Monstera
Monstera adansonii laniata
Schwer · Für erfahrene GärtnerÜber Laniata Monstera
Laniata Monstera ist eine kletternde tropische Rankpflanze aus den Andenausläufern Westkolumbiens, Ecuadors und Perus – eine Unterart, die sich durch ihre wollig dicht behaarte Spatha auszeichnet, die haubenförmige Blütenhülle, von der ihr lateinischer Name abgeleitet ist. Die gefensterten Blätter sind etwas schmaler und länglicher als die der Nominatform adansonii, und die Pflanze klettert kräftig mit Luftwurzeln. Wie die anderen Unterarten des Fensterblatts gedeiht die Laniata Monstera in gefiltertem Licht und hoher Luftfeuchtigkeit, verträgt Kübelhaltung gut und ist ein kompakter, aber üppiger Zimmerkletterer. Ihre wollige Spatha – in der Zimmerkultur selten zu sehen – unterscheidet sie botanisch von den anderen adansonii-Unterarten.
- dauergrün
- Kletterend
- kastenfreundlich
- raschwachsend
- schattentolerant
So pflegst du Laniata Monstera
Gießen
- Frühlingalle 7 Tage
- Sommeralle 7 Tage
- Herbstalle 14 Tage
- Winteralle 14 Tage
Erde · Grob & luftig
- DeckschichtRindenstücke10%
- HauptmischungRinde + Blumenerde + Perlit 1:1:170%
- DrainageBlähton20%
Grobe Stücke halten Lufträume offen, damit dicke Wurzeln nicht ersticken.
DÜNGER
Grünpflanzendünger 24-8-16
Stickstoff steht vorn, damit die Pflanze ihre Kraft in dichtes grünes Wachstum steckt. Phosphor und Kalium folgen gerade so weit, dass Wurzeln und Triebe mithalten.
- Stickstoff · Blätter
- Phosphor · Wurzeln + Blüten
- Kalium · Robustheit
- Frühlingalle 30 Tage
- Sommeralle 30 Tage
Auf einen Blick
- HeimischMittelamerika, Südamerika
- Höhe3–6 ft (0.9–1.8 m)
- Breite2–4 ft (0.6–1.2 m)
- Laubfarbegrün
- Bodengut durchlässig, lehmig
- StandorteInnen · Balkon
Duft
KEIN DUFT
Blätter duftlos; Blüten in Kultur selten.
Giftigkeit
Toxizität unbekannt
Keine bekannt
Unknown
EXPOSITION Es wird kein Expositionsweg berichtet.
WIRKUNG Es wird keine toxische Wirkung berichtet.
HINWEIS Toxizität für Menschen ist nicht gut dokumentiert; Vorsicht walten lassen, bis bestätigt.
Unknown
EXPOSITION Es wird kein Expositionsweg berichtet.
WIRKUNG Es wird keine toxische Wirkung berichtet.
HINWEIS Toxizität für Hunde ist nicht gut dokumentiert; Vorsicht walten lassen, bis bestätigt.
Unknown
EXPOSITION Es wird kein Expositionsweg berichtet.
WIRKUNG Es wird keine toxische Wirkung berichtet.
HINWEIS Toxizität für Katzen ist nicht gut dokumentiert; Vorsicht walten lassen, bis bestätigt.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- Eingeführt
- Mittelamerika
- Südamerika
Geschichte

Heinrich Wilhelm Schott (1794–1865) war der bedeutendste Aronstabgewächs-Spezialist des 19. Jahrhunderts. Als Direktor der kaiserlichen Gärten von Schönbrunn in Wien – dem großen botanischen Anwesen des Habsburger Hofes – hatte er Zugang zu lebenden Pflanzen und Herbarien aus den gesamten Tropen und verbrachte Jahrzehnte damit, die Araceae, die große Familie der Aronstabgewächse, systematisch zu ordnen. Seine beiden monumentalen Werke, Meletemata Botanica (1832) und Prodromus Systematis Aroidearum (1860), beschrieben hunderte neuer Arten und schufen das taxonomische Gerüst für die Familie, das bis heute Bestand hat.
Schott beschrieb Laniata Monstera 1857 anhand von Exemplaren aus den Andenausläufern Westsüdamerikas. Der Unterartname laniata – vom lateinischen lana, Wolle – bezieht sich auf die deutlich wollig dicht behaarte Spatha des Blütenstands, eine haarige Blütenhülle, die sie von den kahlen oder leicht behaarten Spathas der anderen adansonii-Unterarten unterscheidet. Es ist ein leises unterscheidendes Detail: dieselben gefensterten Blätter, derselbe Kletterwuchs, aber wenn die Pflanze blüht, kündigt die Spatha einen Unterschied an.
Schotts Methode war präzise und systematisch, ganz im Gegensatz zu den tropischen Sammelexpeditionen. Er saß in Wien, erhielt Exemplare von Entdeckern aus Südamerika, sezierte Blüten unter der Lupe und fand die Details, die eine Art von der anderen unterschieden – hier eine wollige Oberfläche, dort eine andere Blattform. Seine Arbeit allein an Monstera umfasste das Sortieren dutzender Formen aus Mittel- und Südamerika und die taxonomische Ordnung dessen, was für die meisten Beobachter einfach eine Sammlung großer Kletterpflanzen mit löchrigen Blättern war.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Schott reiste nie nach Südamerika. Er machte seine Entdeckungen, indem er stillsaß und genau auf das achtete, was andere ihm brachten. Die wollige Spatha – das Detail, das laniata auszeichnete – wäre für jeden unsichtbar gewesen, der nicht gezielt danach suchte.
- verborgene Besonderheit — Die Laniata Monstera sieht genauso aus wie ihre Verwandten, bis sie blüht – dann kündigt die wollige Spatha an, dass hier etwas anderes ist, unsichtbar bis zum richtigen Moment.
- systematische Geduld — Schott verbrachte Jahrzehnte damit, Exemplare aus fernen Ländern zu erhalten und zu finden, was jedes einzelne besonders machte – ein Vorbild für die geduldige Arbeit des Unterscheidens.
Woher der Name kommt
Monstera leitet sich vom lateinischen monstrum (Wunder) ab, in Anspielung auf die außergewöhnlichen gefensterten Blätter. Die Art adansonii ehrt den französischen Botaniker Michel Adanson (1727–1806). Der Unterartname laniata kommt vom lateinischen lana (Wolle) und beschreibt die deutlich wollig dicht behaarte Spatha ihres Blütenstands – beschrieben von Heinrich Wilhelm Schott 1857.
Verwendung & Wissenswertes
- Seltene kletternde Unterart mit gefensterten schmalen Blättern, geeignet für Moosstäbe und Spaliere; von Sammlern wegen ihrer botanischen Besonderheit und andinen Herkunft geschätzt
- In den heimischen Andenausläuferwäldern Kolumbiens, Ecuadors und Perus klettert sie an Wirtsbäumen als Teil einer reichen Wolkenwald-Unterwuchsgemeinschaft.
Verwandte Pflanzen
Weitere Monstera-Pflanzen
MonsteraMonstera adansonii
Monstera AdansoniiMonstera adansonii adansonii
Blanchets FensterblattMonstera adansonii blanchetii
Klotzschs FensterblattMonstera adansonii klotzschiana
Pflanzen mit ähnlicher Pflege
PfauenradfarnAdiantum raddianum
PfeilblätterAlocasia amazonica
Weißadriges AnthuriumAnthurium clarinervium
Formosa-PalmeArenga engleri
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Laniata Monstera gießen?
Im Sommer etwa alle 7 Tage gießen, im Winter etwa alle 14 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.
Wie viel Licht braucht Laniata Monstera?
Halbschatten: 2–4 Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Laniata Monstera giftig für Katzen oder Hunde?
Pets Unknown (Dogs Unknown · Cats Unknown) Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Laniata Monstera leicht zu pflegen?
Sie gilt als anspruchsvoll und belohnt erfahrene Gärtner.
Kann man Laniata Monstera drinnen halten?
Ja, mit dem richtigen Licht gedeiht sie auch drinnen gut.
YardMate
Erkenne jede Pflanze in Sekunden
Mach ein Foto — YardMate benennt die Pflanze, diagnostiziert Probleme und erinnert dich ans Gießen.
Im App Store laden

