Schwedenklee
Trifolium hybridum
Schwer · Für erfahrene GärtnerÜber Schwedenklee
Schwedenklee ist ein kälteharter Klee aus Europa und Asien, der den Sommer über mit attraktiven kugelförmigen Blütenköpfen blüht, die weiß aufblühen und sich rosa färben. Er wird 30–45 cm hoch auf hohlen, verzweigten Stängeln und verträgt nasse und saure Böden, auf denen Rotklee versagt – was ihn zum Klee der Wahl für schwierige nördliche Weiden und Wiesen macht. Als reichhaltiger Nektarproduzent wird er von Honigbienen sehr geschätzt und ist seit dem 19. Jahrhundert eine wichtige Heu- und Gründüngungspflanze in der kaltgemäßigten Welt.
- laubabwerfend
- dursttolerant
- bestäubungsfreundlich
- kaltbeständig
- raschwachsend
So pflegst du Schwedenklee
Gießen
- Frühlingalle 15 Tage
- Sommeralle 10 Tage
- Herbstalle 20 Tage
- WinterGießpause
Erde · Gut dränierend
- DeckschichtPinienrindenmulch10%
- HauptmischungBlumenerde + Perlit 2:170%
- DrainageBlähton / Kies20%
Die Drainageschicht nie weglassen – Staunässe ist die häufigste Ursache für Wurzelfäule.
DÜNGER
- Frühlingalle 30 Tage
- Sommeralle 30 Tage
Auf einen Blick
- HeimischEuropa, Asia
- Höhe1–1.5 ft (0.3–0.5 m)
- Breite2–3 ft (0.6–0.9 m)
- Blütenfarbeweiß, rosa
- Laubfarbegrün
- Bodengut durchlässig, Moist, neutral
- StandorteGarten · Balkon
Blütezeit
BLÜTEZYKLUS
Hauptblüte
Jun–Aug
Bietet den ganzen Sommer über attraktive Blüten, lockt Bestäuber an und reichert den Boden an.
Duft
LEICHTER DUFT
Leichter süßer Honigduft, typisch für Trifolium; bei Massenpflanzungen aus der Nähe wahrnehmbar.
Giftigkeit
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- Eingeführt
- Europa
- Asia
Geschichte

Schwedenklee ist nach Alsike benannt, einer Gemeinde in Uppland, Schweden, wo die Pflanze angeblich kultiviert wurde und von wo aus sie europäischen Botanikern beschrieben wurde. Der Artname 'hybridum' spiegelt die lange vertretene Ansicht wider, dass es sich um eine natürliche Hybride zwischen Rotklee (T. pratense) und Weißklee (T. repens) handelt – eine Idee, die durch sein intermediäres Erscheinungsbild gestützt wird, mit hohlen Stängeln wie Weißklee und aufrechtem Wuchs eher wie Rotklee. Der moderne taxonomische Konsens behandelt ihn als eigenständige Art und nicht als Hybride, obwohl der Name bestehen bleibt.
Schwedenklee füllt eine wichtige ökologische und landwirtschaftliche Nische: Er verträgt kalte, nasse und saure Böden, die T. pratense nicht verträgt, was ihn zum Klee der Wahl für schwierige nördliche und hochgelegene Weiden in Skandinavien, Großbritannien, den Alpen und dem nördlichen Nordamerika macht. Anfang des 19. Jahrhunderts nach Nordamerika eingeführt, wurde er von Landwirten in Kanada und den nördlichen USA für die Heuproduktion, Bodenverbesserung und Bestäuberunterstützung weitgehend übernommen.
Für Imker ist Schwedenklee eine geschätzte Honigpflanze – seine Blüten produzieren reichlich Nektar über eine lange Sommersaison, und Schwedenkleehonig gilt in nördlichen Regionen als einer der feinsten hellen Honige.
Die Pflanze ist auch als historische Warnung für Pferdehalter bekannt: Große Mengen Schwedenklee, insbesondere wenn verwelkt oder verschimmelt, können bei Pferden Photosensibilisierung ('Schwedenklee-Krankheit') verursachen. Dieser gut dokumentierte Zustand führte im 19. und 20. Jahrhundert zu sorgfältigem Management auf gemischten Kleeweiden.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Schwedenklee kam aus einer kalten schwedischen Gemeinde und folgte den Bauern nach Norden und Westen in jedes schwierige Klima, das ein Klee überleben konnte. Er wächst nicht unter den besten Bedingungen – er wächst dort, wo nichts Besseres hingehen will. Auf den nassesten, kältesten, sauersten Feldern der nördlichen Welt blüht Schwedenklee immer noch, füttert Bienen, bindet Stickstoff und verlangt nach nichts.
- Anpassungsfähigkeit — Wo Rotklee aufgibt – die Kälte, die Nässe, der saure Boden – tut Schwedenklee leise seine Arbeit.
- Nördliche Widerstandsfähigkeit — Eine schwedische Bauernpflanze, die zum Klee der kaltgemäßigten Farmen von Skandinavien bis Kanada wurde und auf schwierigen Böden gedeiht.
Woher der Name kommt
Der Trivialname Alsike stammt von der Gemeinde Alsike in Uppland, Schweden, wo die Pflanze historisch angebaut wurde. Der Gattungsname Trifolium ist lateinisch für 'dreiblättrig'. Das Artepitheton hybridum (lateinisch: Hybrid) spiegelt eine frühe Annahme wider – heute taxonomisch revidiert –, dass die Art aus einer Kreuzung zwischen Rot- und Weißklee entstanden sei.
Verwendung & Wissenswertes
- Reichhaltiger Nektarproduzent über eine lange Sommersaison; sehr attraktiv für Honigbienen, produziert geschätzten hellen Schwedenkleehonig in nördlichen gemäßigten Regionen
- Wichtige Heu-, Futter- und Gründüngungspflanze in der Kaltlandwirtschaft; verträgt nasse und saure Böden, auf denen andere Kleearten versagen
Verwandte Pflanzen
Weitere Trifolium-Pflanzen
Schmalblättriger KleeTrifolium angustifolium
HasenkleeTrifolium arvense
Gold-KleeTrifolium aureum
Feld-KleeTrifolium campestre
Pflanzen mit ähnlicher Pflege
SchmucklilieAgapanthus africanus
Glocken-AgapanthusAgapanthus campanulatus
Gewöhnlicher AgapanthusAgapanthus praecox
Falsches BischofskrautAmmi majus glaucifolium
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Schwedenklee gießen?
Während der Wachstumszeit etwa alle 15 Tage gießen und überschüssiges Wasser immer ablaufen lassen.
Wie viel Licht braucht Schwedenklee?
Halbsonne: 4–6 Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Schwedenklee giftig für Katzen oder Hunde?
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern. Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Schwedenklee leicht zu pflegen?
Sie gilt als anspruchsvoll und belohnt erfahrene Gärtner.
Wann blüht Schwedenklee?
Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Jun–Aug.
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