Stechapfel
Datura stramonium
Einfach · AnfängerfreundlichÜber Stechapfel
Stechapfel, auch Thorn Apple oder Devil's Snare genannt, ist ein berüchtigtes einjähriges Unkraut, das weltweit vorkommt und vermutlich aus Mexiko oder Zentralasien stammt. Er wird 0,6 bis 1,5 m hoch und hat grobe, unregelmäßig gezähnte Blätter, die beim Zerreiben einen üblen Geruch verströmen. Die Pflanze bildet auffällige trompetenförmige weiße oder violette Blüten von 8 bis 10 cm Länge, die sich am Abend öffnen und Schwärmer anlocken. Daraus entwickeln sich charakteristische stachelige Samenkapseln, die mittelalterlichen Streitkolben ähneln und jeweils Hunderte kleiner schwarzer Samen enthalten. Jeder Teil der Pflanze ist extrem giftig und enthält Tropanalkaloide – Scopolamin, Hyoscyamin und Atropin – die schwere Halluzinationen, Hyperthermie, schnellen Herzschlag, Krampfanfälle und den Tod verursachen. Trotz ihrer Giftigkeit hat die Pflanze in vielen Kulturen eine lange Geschichte in der traditionellen Medizin und in schamanischen Ritualen. Sie besiedelt gestörte Böden, Straßenränder und landwirtschaftliche Flächen durch aggressive Selbstaussaat. Der Name „Jimsonweed“ leitet sich von Jamestown, Virginia, ab, wo britische Soldaten 1676 bekanntermaßen durch sie vergiftet wurden.
- dursttolerant
- duftend
- raschwachsend
- medizinisch
So pflegst du Stechapfel
Gießen
- Frühlingalle 5 Tage
- Sommeralle 4 Tage
- Herbstalle 7 Tage
- WinterGießpause
Erde · Gut dränierend
- DeckschichtPinienrindenmulch10%
- HauptmischungBlumenerde + Perlit 2:170%
- DrainageBlähton / Kies20%
Die Drainageschicht nie weglassen – Staunässe ist die häufigste Ursache für Wurzelfäule.
DÜNGER
Diese Pflanze braucht kaum Dünger.
Auf einen Blick
- HeimischMittelamerika
- Höhe2–4 ft (0.6–1.2 m)
- Breite2–3 ft (0.6–0.9 m)
- Blütenfarbeweiß, lila
- Laubfarbegrün
- Bodenlehmig, gut durchlässig
- StandorteGarten
Blütezeit
BLÜTEZYKLUS
Hauptblüte
Jun–Aug
Weiße oder violette Trichterblüten öffnen sich am Abend; gefolgt von stacheligen Samenkapseln
Duft
MITTLERER DUFT
Die sich am Abend öffnenden Blüten haben einen leicht süßlich-widerlichen Duft.
Giftigkeit
Menschen Schwer · Haustiere Schwer
Scopolamin, Hyoscyamin und Atropin
Severe
- alles
- Eingabe
- Inhalation
EXPOSITION Verzehr jedes Pflanzenteils. Einatmen jedes Pflanzenteils.
WIRKUNG Schwere Tropanalkaloid-Vergiftung: Delirium, Halluzinationen, Tachykardie, Hyperthermie, Krampfanfälle, Tod. Die therapeutisch-letale Dosis ist eng.
HINWEIS Dokumentierte Gefahr für Menschen: Schwere Tropanalkaloid-Vergiftung: Delirium, Halluzinationen, Tachykardie, Hyperthermie, Krampfanfälle, Tod. Die therapeutisch-letale Dosis ist eng.
Severe
- alles
- Eingabe
EXPOSITION Verzehr jeglicher Pflanzenteile.
WIRKUNG Unruhe, Hyperthermie, Krampfanfälle, Tod möglich.
HINWEIS Die ASPCA listet Datura als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Extrem gefährlich für Menschen; mehrere Todesfälle durch Freizeitkonsum dokumentiert.
Severe
- alles
- Eingabe
EXPOSITION Verzehr jeglicher Pflanzenteile.
WIRKUNG Wie bei Hunden.
HINWEIS Die ASPCA listet Datura als giftig für Hunde, Katzen und Pferde. Extrem gefährlich für Menschen; mehrere Todesfälle durch Freizeitkonsum dokumentiert.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- Eingeführt
- Mittelamerika
Geschichte

Stechapfel – bekannt als Stechapfel, Jimsonweed oder Teufelshorn – stammt wahrscheinlich aus Mittelamerika (Mexiko, mittelamerikanisches Hochland), obwohl er sich weltweit so gründlich in gemäßigten und tropischen Regionen eingebürgert hat, dass sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet umstritten ist. Der Trivialname „Jimsonweed“ ist eine Korruption von „Jamestown weed“ und geht auf einen berühmten Vorfall aus dem Jahr 1676 zurück: Britische Soldaten, die nach Jamestown, Virginia, geschickt worden waren, um Bacons Rebellion zu unterdrücken, wurden mit einem Salat serviert, der D. stramonium-Blätter enthielt, und wurden laut dem Augenzeugen Robert Beverleys Geschichte von 1705 elf Tage lang zu „natürlichen Narren“, bevor sie sich erholten – der Vorfall festigte den Ruf der Art im englischsprachigen Nordamerika. Alle Pflanzenteile enthalten hohe Konzentrationen von Tropanalkaloiden – Scopolamin, Hyoscyamin, Atropin – was ihn zu einem der gefährlichsten Giftunkräuter gemäßigter und warmgemäßigter Regionen macht.
Er hat eine lange Geschichte ritueller und medizinischer Verwendung in mesoamerikanischen und nordamerikanischen indigenen Gesellschaften, im altindischen Ayurveda (wo er Shiva gewidmet und „dhatura“ genannt wird) sowie in der europäischen Hexentradition (er war wahrscheinlich eine der Zutaten in „Hexenflugsalben“). Die moderne Freizeitnutzung ist äußerst gefährlich – das therapeutisch-toxische Fenster ist eng und unvorhersehbar, und mehrere Todesfälle sowie Fälle dauerhafter Psychose sind dokumentiert.
Stechapfel erlangte Berühmtheit während Bacons Rebellion 1676, als britische Soldaten in Jamestown, Virginia, die Pflanze in einem Salat aßen und tagelang deliriöse Halluzinationen erlitten – daher 'Jamestown Weed', verkürzt zu Jimsonweed. Die Pflanze wurde von Schamanen indigener Nordamerikaner, hinduistischen Sadhus und traditionellen afrikanischen Heilern seit Jahrtausenden rituell genutzt. In der modernen Medizin wurden ihre Alkaloide Atropin und Scopolamin zu wichtigen pharmazeutischen Wirkstoffen – Atropin wird noch heute zur Pupillenerweiterung und Behandlung von Nervengiftvergiftungen eingesetzt.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Stechapfel trägt Vorsicht wie eine weiße Trompete. Die Blüten sind geisterhaft und prächtig, die Samenkapseln gepanzert, die ganze Pflanze aufgeladen mit Folklore, Unfällen und veränderten Bewusstseinszuständen. Ihre Symbolik ist die Grenze zwischen Wunder und Risiko: Schönheit, die sich weigert, harmlos gemacht zu werden.
- Vorsicht — die tödliche Schönheit dient als Warnung vor rücksichtsloser Versuchung
- Illusion — die halluzinogenen Eigenschaften repräsentieren die trügerische Natur des Scheins
Woher der Name kommt
„Datura“ leitet sich wahrscheinlich vom Hindi-Wort „dhatura“ ab, dem traditionellen Namen der Pflanze in Indien. „Stramonium“ könnte vom griechischen „strychnos“ (Nachtschatten) oder dem tatarischen Wort für die Pflanze stammen.
Verwendung & Wissenswertes
- Historisch in Arzneimitteln verwendet; giftig und für den Hausgebrauch unsicher
- In Folklore und rituellen Traditionen vieler Kulturen präsent
Verwandte Pflanzen
Weitere Datura-Pflanzen
Pflanzen mit ähnlicher Pflege
Chinesische AbelieAbelia chinensis
Koreanische AbelieAbelia mosanensis
Einblütige AbelieAbelia uniflora
Großblütige AbelieAbelia x grandiflora
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Stechapfel gießen?
Während der Wachstumszeit etwa alle 5 Tage gießen und überschüssiges Wasser immer ablaufen lassen.
Wie viel Licht braucht Stechapfel?
Volle Sonne: 6+ Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Stechapfel giftig für Katzen oder Hunde?
Pets Severe (Dogs Severe · Cats Severe) Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Stechapfel leicht zu pflegen?
Ja — sie gilt als einfache, anfängerfreundliche Pflanze.
Wann blüht Stechapfel?
Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Jun–Aug.
YardMate
Erkenne jede Pflanze in Sekunden
Mach ein Foto — YardMate benennt die Pflanze, diagnostiziert Probleme und erinnert dich ans Gießen.
Im App Store laden


