Silberblatt-Philodendron (Philodendron brandtianum), ganze Pflanze

Silberblatt-Philodendron

Philodendron brandtianum

Schwer · Für erfahrene Gärtner

Über Silberblatt-Philodendron

Der Silberblatt-Philodendron ist eine kletternde Aronstabpflanze aus den Regenwäldern Kolumbiens, Ecuadors und Perus, geschätzt für seine schmalen, herzförmigen, olivgrünen Blätter mit einem schimmernden silbergrauen Schleier zwischen den Adern. In der Natur ist er ein Hemiepiphyt, der Luftwurzeln an Baumstämmen emporsendet, um lichtes Licht zu erreichen; drinnen wird er meist an einem Moosstab hochgezogen oder aus einer Hängeampel herabrankend gehalten. Neue Blätter entfalten sich blass und fast durchscheinend, bevor sie sich dunkel färben und ihr charakteristisches metallisches Muster entwickeln. Langsam bis mäßig wüchsig, verträgt er das schwache, indirekte Licht typischer Wohnräume und ist deshalb bei Sammlern beliebt, die eine dramatisch panaschierte Textur ohne aufwendige Pflege wünschen.

  • Kletterend
  • kastenfreundlich
  • schattentolerant
  • dauergrün
WASSER
Regelmäßig
Oberste Schicht trocken
LICHT
Halbsonne
4–6 Std. direkt

So pflegst du Silberblatt-Philodendron

Gießen

  • Frühlingalle 7 Tage
  • Sommeralle 7 Tage
  • Herbstalle 14 Tage
  • Winteralle 21 Tage

Erde · Grob & luftig

  • DeckschichtRindenstücke10%
  • HauptmischungRinde + Blumenerde + Perlit 1:1:170%
  • DrainageBlähton20%

Grobe Stücke halten Lufträume offen, damit dicke Wurzeln nicht ersticken.

DÜNGER

Grünpflanzendünger 24-8-16

Stickstoff steht vorn, damit die Pflanze ihre Kraft in dichtes grünes Wachstum steckt. Phosphor und Kalium folgen gerade so weit, dass Wurzeln und Triebe mithalten.

N50%P17%K33%
  • Stickstoff · Blätter
  • Phosphor · Wurzeln + Blüten
  • Kalium · Robustheit
  • Frühlingalle 30 Tage
  • Sommeralle 30 Tage
  • Herbstalle 30 Tage
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Auf einen Blick

  • HeimischSüdamerika
  • Höhe1–3 ft (0.3–0.9 m)
  • Breite2–3 ft (0.6–0.9 m)
  • Laubfarbegrün
  • Bodengut durchlässig, Moist
  • StandorteInnen · Office

Giftigkeit

Menschen Gering · Haustiere Mittel

unlösliche Calciumoxalat-Kristalle

Slight

  • Blatt
  • Stamm
  • Saft
  • Kontaktweg
  • Pflanzensaft

EXPOSITION Berühren von Blättern, Stängeln und Pflanzensaft. Kontakt mit Blättern, Stängeln und Pflanzensaft.

WIRKUNG Mund- und Hautreizung bei Kontakt mit Pflanzensaft.

HINWEIS Enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, wie sie für Aronstabgewächse typisch sind; verursacht bei Kontakt oder Verzehr Reizungen von Mund und Haut, bei Haustieren stärker ausgeprägt.

Moderate

  • Blatt
  • Stamm
  • Eingabe

EXPOSITION Fressen von Blättern und Stängeln.

WIRKUNG Reizung im Maul, starkes Brennen von Maul und Zunge, starker Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden.

HINWEIS Enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, wie sie für Aronstabgewächse typisch sind; verursacht bei Kontakt oder Verzehr Reizungen von Mund und Haut, bei Haustieren stärker ausgeprägt.

Moderate

  • Blatt
  • Stamm
  • Eingabe

EXPOSITION Fressen von Blättern und Stängeln.

WIRKUNG Reizung im Maul, starkes Brennen von Maul und Zunge, starker Speichelfluss, Erbrechen und Schluckbeschwerden.

HINWEIS Enthält unlösliche Calciumoxalat-Kristalle, wie sie für Aronstabgewächse typisch sind; verursacht bei Kontakt oder Verzehr Reizungen von Mund und Haut, bei Haustieren stärker ausgeprägt.

Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

VERBREITUNG

Silberblatt-Philodendron · Heimisch
  • Heimisch
  • Südamerika

Geschichte

Illustrierte historische Szene zu Silberblatt-Philodendron

Der Silberblatt-Philodendron wurde 1913 formell vom deutschen Botaniker Kurt Krause beschrieben, der ihn in Das Pflanzenreich aufnahm, die monumentale, von Adolf Engler herausgegebene Pflanzenklassifikationsreihe. Krause benannte die Art brandtianum zu Ehren von Johann Friedrich von Brandt, einem in Deutschland geborenen Naturforscher und Zoologen, der einen Großteil seiner Laufbahn in St. Petersburg verbrachte. Es war zur damaligen Zeit üblich, dass Botaniker neue Arten angesehenen Naturforschern und Förderern widmeten, selbst solchen wie Brandt, die eher für die Zoologie als für die Botanik bekannt waren. Jahrzehntelang blieb die Art ein unbedeutender Eintrag in Herbariumssammlungen, bekannt vor allem Spezialisten, die die kletternden Aronstabgewächse Kolumbiens, Ecuadors und Perus erforschten, wo sie mit Luftwurzeln an Regenwaldbäumen emporklettert. Ihr Schicksal änderte sich dramatisch mit dem weltweiten Zimmerpflanzenboom der 2010er und 2020er Jahre, als Hobbygärtner ihre schmalen, silbrig gesprenkelten Blätter wiederentdeckten. Online-Tauschbörsen für Pflanzen und spezialisierte Gärtnereien begannen, kleine bewurzelte Ableger zu handeln, mitunter zu überraschend hohen Preisen, während Sammler darum wetteiferten, ein gut panaschiertes Exemplar zu ergattern. Was einst eine unscheinbare Waldliane war, benannt zu Ehren eines längst verstorbenen Zoologen, wurde weltweit zu einem festen Bestandteil von Pflanzenladen-Schaufenstern und Moosstäben im Wohnzimmer, geschätzt weniger für praktischen Nutzen als für das stille Schimmern ihres Laubs.

Symbolik & Bedeutung

Was sie symbolisiert

Wer eine Zimmerpflanze verschenkt, greift oft zu einem Philodendron-Ableger, wenn eine Freundin in eine neue Wohnung zieht oder eine neue Stelle antritt – angezogen von der Genügsamkeit der Pflanze und ihrer Gewohnheit, stetig und ohne viel Aufhebens emporzuklettern. Der Silberblatt-Philodendron, der als bewurzelter Ableger durch Pflanzentausch-Communities von Hand zu Hand weitergereicht wird, trägt dieselbe Bedeutung: ein kleines, verzeihendes Stück Grün, das Wurzeln schlagen und mit seinem neuen Besitzer weiter emporklettern soll.

  • Wachstum — Als kräftiger Kletterer, der auch bei schwachem Innenlicht gedeiht, ist der Silberblatt-Philodendron zu einem stillen Symbol für stetiges, widerstandsfähiges Wachstum geworden und wird oft zum Einzug in eine neue Wohnung oder zu einem Neuanfang verschenkt.

Woher der Name kommt

Philodendron stammt vom griechischen philo- ("liebend") und dendron ("Baum") und beschreibt die kletternde, baumumarmende Wuchsform der Gattung. Das Artepitheton brandtianum ehrt Johann Friedrich von Brandt, einen im 19. Jahrhundert in Deutschland geborenen Naturforscher und Zoologen, gemäß dem damaligen Brauch, neue Pflanzenarten angesehenen Wissenschaftlern zu widmen.

Verwendung & Wissenswertes

  • Wird als kletternde Zimmerpflanze an Moosstäben, Rankgittern oder in Hängeampeln wegen ihres silbrig gemusterten Laubs kultiviert.

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Häufige Fragen

Wie oft sollte ich Silberblatt-Philodendron gießen?

Im Sommer etwa alle 7 Tage gießen, im Winter etwa alle 21 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.

Wie viel Licht braucht Silberblatt-Philodendron?

Halbsonne: 4–6 Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.

Ist Silberblatt-Philodendron giftig für Katzen oder Hunde?

Pets Moderate (Dogs Moderate · Cats Moderate) Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.

Ist Silberblatt-Philodendron leicht zu pflegen?

Sie gilt als anspruchsvoll und belohnt erfahrene Gärtner.

Kann man Silberblatt-Philodendron drinnen halten?

Ja, mit dem richtigen Licht gedeiht sie auch drinnen gut.

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