Hirtentäschel
Capsella bursa-pastoris
Einfach · AnfängerfreundlichÜber Hirtentäschel
Das Hirtentäschel ist eine kleine europäische einjährige Kreuzblütlerpflanze, die in den gesamten USA eingebürgert ist. Sie bildet eine grundständige Rosette aus löwenzahnartig gezähnten Blättern und einen hohen, schlanken Stängel, der mit winzigen weißen vierblättrigen Blüten besetzt ist, gefolgt von charakteristischen herzförmigen, flachen Samenschoten, die winzigen Taschen ähneln. Ein universelles Unkraut auf Rasenflächen, in Gärten, an Gehwegen und auf Ackerflächen überall dort, wo Menschen den Boden stören.
- essbar
- medizinisch
So pflegst du Hirtentäschel
Gießen
- Frühlingalle 7 Tage
- Sommeralle 5 Tage
- Herbstalle 10 Tage
- Winteralle 14 Tage
Erde · Nährstoffreich & dränierend
- DeckschichtKompost10%
- HauptmischungBlumenerde + Kompost 3:180%
- DrainageKies10%
Die Kompostschicht jede Saison auffüllen.
DÜNGER
Diese Pflanze braucht kaum Dünger.
Auf einen Blick
- HeimischEuropa, Westasien, Afrika
- Höhe0.5–1.5 ft (0.2–0.5 m)
- Breite0.5–1 ft (0.2–0.3 m)
- Blütenfarbeweiß
- Laubfarbegrün
- Fruchtfarbegrün, braun
- Bodenlehmig, gut durchlässig
- StandorteGarten
Blütezeit
BLÜTEZYKLUS
Hauptblüte
Jan–Dez
Winzige weiße Blüten und herzförmige Samenschoten fast das ganze Jahr über
Giftigkeit
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- Eingeführt
- Europa
- Westasien
- Afrika
Geschichte

Das Hirtentäschel ist eine kühle Jahreszeit einjährige Pflanze, die in Europa, Westasien und Nordafrika heimisch ist und heute weltweit verbreitet ist. Linné beschrieb sie 1753 als Thlaspi bursa-pastoris, und Medikus übertrug sie 1792 in die Gattung Capsella. Der Name, der „Hirtentäschel“ bedeutet, bezieht sich auf die flachen, herzförmigen Samenschoten, die den Lederbeuteln ähneln, die mittelalterliche Hirten am Gürtel trugen.
Sie gehört zu den erfolgreichsten Unkräutern der Erde und wächst vom Äquator bis in die subarktischen Regionen. Medizinisch wurde ihre Verwendung als Blutstillungsmittel bei Nasenbluten und Gebärmutterblutungen bereits im 1. Jahrhundert n. Chr. vom griechischen Arzt Dioskurides beschrieben; die traditionelle chinesische Medizin (ji cai) verwendet sie seit mindestens 2000 Jahren ähnlich. Die moderne Pharmakologie bestätigt ihre blutstillende Wirkung durch Fumarsäure und Peptide.
In Japan ist sie eines der sieben Kräuter des Frühlingsfestes Nanakusa („Pen-Pen-Gusa“). Heimisch in Europa und Kleinasien, verbreitete sie sich mit der menschlichen Landwirtschaft weltweit und ist heute eine der am weitesten verbreiteten Pflanzen der Erde. Eines der sieben Frühlingskräuter der japanischen Nanakusa-Gayu-Reisbrei-Tradition. Die traditionelle westliche und chinesische Medizin verwendete sie als blutstillendes Kraut bei Gebärmutter- und anderen Blutungen.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Das Hirtentäschel verstreut kleine Segnungen durch jede Frühlingswiese, seine winzigen herzförmigen Samenschoten verdanken ihren Namen den Lederbeuteln, die mittelalterliche Hirten am Gürtel trugen. Als universelle Pflanze ist es dem Menschen fast überallhin auf die Erde gefolgt und sprießt in Ritzen von Island bis Neuseeland. Bescheiden, essbar und hartnäckig gesellig, ist es eines jener Unkräuter, deren lange Verbindung mit der Menschheit sich weniger wie eine Invasion als vielmehr wie eine Freundschaft anfühlt.
- Kleine Segnungen — winzige Taschen übersäen Frühlingswiesen
- Universelle Pflanze — eine der am weitesten verbreiteten Pflanzen der Erde
Woher der Name kommt
„Capsella“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet kleiner Kasten; „bursa-pastoris“ kommt aus dem Lateinischen und bedeutet Hirtentäschel, wegen der charakteristischen herzförmigen, flachen Samenschoten, die mittelalterlichen Taschen ähneln.
Verwendung & Wissenswertes
- Junge Rosettenblätter als würziger wilder Salat gegessen
- Traditionelles pflanzliches Heilmittel zur Stillung von Nachgeburtsblutungen
Verwandte Pflanzen
Pflanzen mit ähnlicher Pflege
Chinesische AbelieAbelia chinensis
Koreanische AbelieAbelia mosanensis
Einblütige AbelieAbelia uniflora
Großblütige AbelieAbelia x grandiflora
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Hirtentäschel gießen?
Im Sommer etwa alle 5 Tage gießen, im Winter etwa alle 14 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.
Wie viel Licht braucht Hirtentäschel?
Volle Sonne: 6+ Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Hirtentäschel giftig für Katzen oder Hunde?
Für diese Pflanze ist keine Giftigkeit bekannt. Trotzdem sollten Haustiere nicht an Pflanzen knabbern. Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Hirtentäschel leicht zu pflegen?
Ja — sie gilt als einfache, anfängerfreundliche Pflanze.
Wann blüht Hirtentäschel?
Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Jan–Dez.
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