Riesen-Elefantenohr
Colocasia gigantea
Mittel · Etwas ErfahrungÜber Riesen-Elefantenohr
Riesen-Elefantenohr ist ein kolossaler tropischer Aronstabgewächs, heimisch im südostasiatischen Festland, bekannt dafür, einige der größten Blätter aller Kulturpflanzen hervorzubringen. Eine einzelne Blattspreite kann 1,2 bis 1,5 m lang und 0,9 bis 1,2 m breit sein, auf dicken, robusten Blattstielen, die 1,8 m erreichen können, was der Pflanze eine Gesamthöhe von 1,8 bis 2,7 m verleiht. Die Blätter sind auffällig blaugrün mit markanten hellen Adern und einer wachsartigen, wasserabweisenden Oberfläche – Regentropfen perlen und rollen wie Quecksilber über die Klinge. Anders als ihr Verwandter Colocasia esculenta (Taro) wird das Riesen-Elefantenohr hauptsächlich als Zierpflanze und nicht als Nahrungspflanze angebaut. Es gedeiht in reichem, sumpfigem Boden oder sogar in stehendem Wasser und eignet sich daher hervorragend für Teichränder und Regengärten. Die Pflanze breitet sich durch Ableger aus, ist aber weniger aggressiv als gewöhnlicher Taro. In gemäßigten Regionen muss die große Knolle vor Frost gehoben und über Winter trocken gelagert werden. Die Sorte 'Thailand Giant' ist besonders beliebt für ihre rekordverdächtige Blattgröße.
- tropisch
So pflegst du Riesen-Elefantenohr
Gießen
- Frühlingalle 1 Tage
- Sommeralle 1 Tage
- Herbstalle 3 Tage
- Winteralle 14 Tage
Erde · Grob & luftig
- DeckschichtRindenstücke10%
- HauptmischungRinde + Blumenerde + Perlit 1:1:170%
- DrainageBlähton20%
Grobe Stücke halten Lufträume offen, damit dicke Wurzeln nicht ersticken.
DÜNGER
Grünpflanzendünger 24-8-16
Stickstoff steht vorn, damit die Pflanze ihre Kraft in dichtes grünes Wachstum steckt. Phosphor und Kalium folgen gerade so weit, dass Wurzeln und Triebe mithalten.
- Stickstoff · Blätter
- Phosphor · Wurzeln + Blüten
- Kalium · Robustheit
- Frühlingalle 30 Tage
- Sommeralle 30 Tage
Auf einen Blick
- HeimischOstasien
- Höhe6–10 ft (1.8–3 m)
- Breite4–8 ft (1.2–2.4 m)
- Blütenfarbeweiß, creme
- Laubfarbegrün, blaugrün
- Bodenfeuchtigkeitsretentiv, reich, lehmig
- StandorteGarten
Blütezeit
BLÜTEZYKLUS
Hauptblüte
Jun–Aug
Produziert einen großen duftenden Kolben; wird hauptsächlich wegen seines enormen Laubs angebaut
Duft
MITTLERER DUFT
Große Blütenkolben haben in voller Blüte einen starken fruchtig-fermentierten Duft.
Giftigkeit
Menschen Mäßig · Haustiere Mäßig
unlösliche Calciumoxalat-Raphiden
Moderate
- alles
- Eingabe
EXPOSITION Verzehr jeglicher Pflanzenteile.
WIRKUNG Rohe Pflanze enthält Calciumoxalat-Raphiden: Mundbrennen, Schwellung, Speicheln. Gekochte Blattstiele werden in Südostasien sicher gegessen.
HINWEIS Dokumentierte Bedenken für Menschen: Rohe Pflanze enthält Calciumoxalat-Raphiden: Mundbrennen, Schwellung, Speicheln. Gekochte Blattstiele werden in Südostasien sicher gegessen.
Moderate
- alles
- Eingabe
EXPOSITION Verzehr jeglicher Pflanzenteile.
WIRKUNG Mundschmerzen, Speicheln, Schwellung, Erbrechen.
HINWEIS Die ASPCA listet Colocasia (Elefantenohr) als giftig für Hunde, Katzen und Pferde – Mund- und Magen-Darm-Reizungen.
Moderate
- alles
- Eingabe
EXPOSITION Verzehr jeglicher Pflanzenteile.
WIRKUNG Wie bei Hunden.
HINWEIS Die ASPCA listet Colocasia (Elefantenohr) als giftig für Hunde, Katzen und Pferde – Mund- und Magen-Darm-Reizungen.
Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
VERBREITUNG
- Heimisch
- Eingeführt
- Ostasien
Geschichte

Riesen-Elefantenohr ist in Südostasien heimisch — Bangladesch, Südchina, Myanmar, Thailand, Vietnam, Laos, Kambodscha, Malaysia und Indonesien (Java) — wo sie als Unterwuchspflanze in feuchten Tropenwäldern und an Bachufern wächst. Ausgewachsene Pflanzen tragen riesige, pfeilförmige Blätter von 1-1,5 Metern Länge auf 1,5-2 Meter langen Blattstielen und gehören damit zu den großblättrigsten krautigen Pflanzen, die in gemäßigten Gärten als subtropischer Foliage-Akzent kultiviert werden. Sie ist eng mit Taro (C. esculenta) verwandt, aber während Taro hauptsächlich wegen seiner essbaren Knollen angebaut wird, kultiviert man Riesen-Elefantenohr häufiger wegen seiner essbaren Blattstiele: In der vietnamesischen Küche werden die langen, saftigen Blattstiele „bạc hà" genannt und sind eine traditionelle Zutat des Canh Chua (sauren Fischsuppe), wo ihr schwammiges, belüftetes Gewebe die Brühe aufnimmt; in der Thai-Küche werden die Blattstiele in verschiedenen Currys und Suppen verwendet. Die Knollen der Pflanze werden im Gegensatz zu echtem Taro generell nicht gegessen.
Alle Pflanzenteile enthalten Calciumoxalat-Raphiden — nadelförmige Kristalle —, die rohes Material auf Schleimhäuten schmerzhaft reizend machen; richtiges Kochen (und sorgfältige Zubereitung) löst bzw. neutralisiert das Oxalat. Beliebte Ziersorten sind „Thailand Giant" (sehr große Blätter) und „Laosy Giant". Riesen-Elefantenohr wird seit Jahrhunderten in südostasiatischen Gärten kultiviert, obwohl ihr die tiefe Anbaugeschichte ihres essbaren Verwandten, der Taro-Pflanze, fehlt.
Die Art erlangte weltweit gartenbaulichen Ruhm in den frühen 2000er Jahren, als die Sorte 'Thailand Giant' Rekorde für enorme Blattgröße aufstellte. In ihrem natürlichen Lebensraum wächst die Pflanze entlang von Bächen und in saisonal überfluteten Wäldern. Die Gattung Colocasia umfasst etwa 20 Arten, alle im tropischen Asien beheimatet.
Symbolik & Bedeutung
Was sie symbolisiert
Riesen-Elefantenohr ist Grandeur in Blattform – einzelne Wedel groß genug, um einen Erwachsenen zu überragen, jeder ein sich entfaltendes grünes Banner. Seine breite Form bietet auch Schutz und wirft wie ein lebendiger Regenschirm tiefen Schatten über die Pflanzen und Lebewesen darunter. Unter einem zu stehen bedeutet, die Tropen in reine Größe übersetzt zu erleben.
- Erhabenheit — die massiven Blätter repräsentieren Erhabenheit und Ehrfurcht gebietende Größe
- Schutz — die schirmartigen Blätter symbolisieren Schutz und Obhut
Woher der Name kommt
'Colocasia' leitet sich vom griechischen 'kolokasia' ab, einem alten Namen für die essbare Wurzel einer verwandten Pflanze. 'Gigantea' ist lateinisch für riesig, eine treffende Beschreibung der enormen Blätter dieser Art.
Verwendung & Wissenswertes
- Enorme puderblaue Elefantenohr-Blätter schaffen tropische Dimension
- Blattstiele als Gemüse in der südostasiatischen Küche gekocht
- Kühner Blickfang in Sommer-Wasser- und Sumpfgärten
Verwandte Pflanzen
Weitere Colocasia-Pflanzen
Pflanzen mit ähnlicher Pflege
FächerahornAcer palmatum
Carmichaels EisenhutAconitum carmichaelii
Florida-TraubenheideAgarista populifolia
MuschelingwerAlpinia zerumbet
Häufige Fragen
Wie oft sollte ich Riesen-Elefantenohr gießen?
Im Sommer etwa alle 1 Tage gießen, im Winter etwa alle 14 Tage. An Hitze, Topfgröße und Drainage anpassen.
Wie viel Licht braucht Riesen-Elefantenohr?
Halbschatten: 2–4 Std. direkt. Achte auf die Blätter — Verbrennungen oder Vergeilen zeigen, dass das Licht angepasst werden muss.
Ist Riesen-Elefantenohr giftig für Katzen oder Hunde?
Pets Moderate (Dogs Moderate · Cats Moderate) Bildungsinformation, kein medizinischer oder tierärztlicher Rat. Bei Verdacht auf Kontakt Arzt oder Tierarzt kontaktieren.
Ist Riesen-Elefantenohr leicht zu pflegen?
Sie ist mittel anspruchsvoll: eine gute Wahl mit etwas Erfahrung.
Wann blüht Riesen-Elefantenohr?
Sie blüht auf der Nordhalbkugel meist Jun–Aug.
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